09 March 2026, 16:02

Söder kritisiert "schmutzigen Wahlkampf" nach CDU-Niederlage in Baden-Württemberg

Ein deutsches Propagandaplakat der NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Textinformationen über die Partei.

Söder: Schmutzige Kampagne verantwortlich für Hagels Niederlage - Söder kritisiert "schmutzigen Wahlkampf" nach CDU-Niederlage in Baden-Württemberg

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich zum knappen Niederlage der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg geäußert. Er kritisierte den Wahlkampf als "schmutzig" und forderte die Partei auf, sich mit voller Entschlossenheit auf wirtschaftliche Prioritäten zu besinnen. Seine Äußerungen folgten auf den Sieg von Cem Özdemir für die Grünen, den Söder als Zeichen einer breiteren "grünen Renaissance" herunterspielte.

Bei der Wahl setzten sich die Grünen nur knapp gegen die CDU in einem hart umkämpften Rennen durch. Die Wählerbeteiligung in Baden-Württemberg blieb 2021 mit 62,3 Prozent stabil und entsprach damit dem Bundestrend, auch wenn die Beteiligung seit den 1950er-Jahren schrittweise zurückgegangen ist. Söder behauptete, ohne umstrittene Videos, die sich gegen den CDU-Kandidaten Manuel Hagel richteten, hätte das Ergebnis anders aussehen können.

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Söder gratulierte Özdemir zwar zum Sieg, wies jedoch die Vorstellung zurück, das Ergebnis deute auf einen grundlegenden Wandel zugunsten der Grünen hin. Auch die Interpretation, die Niederlage stelle ein Versagen der gesamten Union dar, lehnte er ab. Stattdessen rief er die CDU dazu auf, sich zu sammeln und die Wirtschaftspolitik mit "maximaler Konzentration" in den Vordergrund zu stellen.

Mit Blick auf die Zukunft äußerte Söder sich zuversichtlich, konstruktiv mit Özdemir zusammenzuarbeiten. Er erwarte eine Kooperation im Bundesrat sowie bei den Ministerpräsidentenkonferenzen – trotz des kompetitiven Tons im Wahlkampf.

Nach der knappen Niederlage in Baden-Württemberg steht die CDU nun unter Druck, sich neu aufzustellen. Söders Fokus auf wirtschaftliche Themen deutet auf eine strategische Neuausrichtung der Partei hin. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Grünen und Union in zentralen politischen Gremien voraussichtlich weitergehen.

Quelle