Rummenigge fordert radikale Reformen im Transfermarkt nach Rekordprovisionen für Spielervermittler
Greta KleinRummenigge fordert Reformen im Beratergeschäft - Rummenigge fordert radikale Reformen im Transfermarkt nach Rekordprovisionen für Spielervermittler
Der ehemalige FC Bayern München-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat dringende Reformen in der Fußball-Spielervermittlerbranche gefordert. Er kritisierte die explodierenden Provisionen für Vermittler und bezeichnete den aktuellen Transfermarkt als ein "Hetzjagd". Seine Äußerungen folgen auf Rekordausgaben für Agentengebühren im jüngsten Transferfenster.
Rummenigge verwies auf FIFA-Daten, wonach die Vermittlerprovisionen im Sommer-Transferfenster 2025 durchschnittlich 5,2 Millionen Euro pro Transfer betrugen. Das entspricht einem Anstieg von 12 Prozent gegenüber 4,6 Millionen Euro im Jahr 2024 und einem Plus von 28 Prozent im Vergleich zu 4,1 Millionen Euro 2023. Insgesamt gaben die Vereine im letzten Transferfenster allein 1,37 Milliarden Dollar für Agentenprovisionen aus.
Er warnte, dass Vermittler inzwischen übermäßigen Einfluss auf Spieler und Vereine ausübten. Rummenigge betonte, die Situation sei nicht mehr tragbar – Clubs müssten oft überhöhte Gebühren zahlen, um Top-Talente zu verpflichten. Eine vollständige Abschaffung der Spielervermittler lehnte er jedoch als "absoluten Unsinn" ab.
Auch Uli Hoeneß, ein weiterer FC Bayern München-Manager, kündigte eine härtere Gangart gegen die Forderungen der Vermittler an. Er behauptete, die Gebühren der Intermediäre stünden in keinem Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Beitrag bei Transfers. Beide sind sich einig, dass das System grundlegende Änderungen braucht, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Vereine unter wachsendem Druck stehen, die Kosten in einem immer wettbewerbsintensiveren Markt zu kontrollieren. Angesichts der jährlich stark steigenden Vermittlerprovisionen unterstreicht Rummenigges Reformaufruf die wachsenden Bedenken hinsichtlich der finanziellen Nachhaltigkeit. Die Debatte über eine Regulierung des Transfersystems im Fußball wird in den kommenden Monaten voraussichtlich an Fahrt aufnehmen.






