Rodel-Legende Georg Hackl beendet nach 45 Wintern seine glorreiche Karriere
Leon SchröderRodel-Legende Georg Hackl beendet nach 45 Wintern seine glorreiche Karriere
Die Rodel-Legende Georg Hackl hat nach über 45 Wintern auf dem Eis offiziell seine aktive Karriere beendet. Als erfolgreichster Einzelstarter in der olympischen Rodelgeschichte ging er beim Weltcup-Finale in Altenberg in den Ruhestand. Sein Abschied fällt in eine Phase der Erholung von einer Schulterverletzung, die er sich bei einem Sturz auf der Bahn in Cortina d'Ampezzo zuzog.
Hackls Laufbahn umfasste Jahrzehnte voller Triumphe und Rückschläge. Mit drei olympischen Gold- und zwei Silbermedaillen festigte er seinen Ruf als größter Athlet seines Sports. Doch mehr als die Auszeichnungen schätzte er die Zeit mit der Trainingsgruppe Sonnenschein, die er als prägenden Erfolg bezeichnete.
Sein Abschiedsrennen in Altenberg wurde von Weggefährten gewürdigt, darunter Nationaltrainer Patric Leitner, den Hackl persönlich eingeladen hatte. Thomas Schwab, Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), nannte Hackl einen der größten, wenn nicht den größten Rodler aller Zeiten und räumte ein, dass er schmerzlich fehlen werde.
Auch im Ruhestand bleibt Hackl dem Sport verbunden. Seit 2022 unterstützt er den österreichischen Rodelverband und lobt dessen Teamgeist und Zusammenarbeit. Doch nun steht zunächst seine Genesung im Vordergrund – nach dem Sturz auf der Bahn in Cortina befindet er sich noch im Krankenstand.
Die Bahn in Cortina d'Ampezzo selbst wurde für die Olympischen Winterspiele 2026 von März 2023 bis Dezember 2025 komplett neu gebaut – ein Projekt, das Hackl im Vergleich zu den zögerlichen Sanierungen in Königssee, wo er einst trainierte, als mustergültig bezeichnete. Schwab hofft indes auf ein kleines Comeback Hackls, sobald Königssee wieder eröffnet.
Für die Zukunft plant Hackl, den Schlitten gegen Ski zu tauschen. Er hat bereits eine Saisonkarte für Ski Amade erworben und will im nächsten Winter mehr Zeit auf der Piste verbringen.
Mit Hackls Rücktritt endet eine Ära im Rodeln, doch sein Einfluss bleibt. Der Sport verliert seinen erfolgreichsten Olympioniken, während Österreich von seinem Know-how weiter profitiert. Und während er sich aus dem Wettkampfgeschehen zurückzieht, wird sein Vermächtnis – auf Eis wie künftig auf Schnee – fortbestehen.






