15 March 2026, 14:03

Rhön-Grabfeld rüstet sich für Notfälle mit moderner Technik und Teamarbeit

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, auf der Städte, Ortschaften, Flüsse und andere geographische Merkmale eingezeichnet sind.

Rhön-Grabfeld rüstet sich für Notfälle mit moderner Technik und Teamarbeit

Veranstaltung zu Notfallvorsorge und Katastrophenschutz im Landkreis Rhön-Grabfeld

Am Montag fand im Landkreis Rhön-Grabfeld eine Veranstaltung zum Thema Notfallbewältigung und Katastrophenvorsorge statt. Lokale Politiker, Rettungskräfte und Ehrenamtliche kamen zusammen, um über Verbesserungen der öffentlichen Sicherheit zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen aktuelle Aufrüstungen sowie zukünftige Pläne für die Rettungseinsätze in der Region.

Ausrichter der Veranstaltung war Christof Herbert, Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Rhön-Grabfeld und Kandidat für den Kreistag. Der Austragungsort war die Feuerwehrwache in Nordheim vor der Rhön. Teilgenommen haben Vertreter der Feuerwehren, der Polizei, des Technischen Hilfswerks (THW), des Rettungsdienstes sowie weiterer regionaler Organisationen.

In den vergangenen fünf Jahren haben die Rettungskräfte im Landkreis Rhön-Grabfeld ihre Ausstattung modernisiert. Ein zentraler Fortschritt war die Umstellung auf das digitale BOS-2.0-Funknetz, ein TETRA-basiertes System mit verschlüsselter Kommunikation. Neue Geräte von Herstellern wie Funkwerk und Rohde & Schwarz sowie mobile Relaisstationen wurden eingeführt. Die Umstellung begann 2022 im Rahmen einer landesweiten Initiative und wurde bis 2025 abgeschlossen.

Als Gastredner fungierte Sandro Kirchner, Staatssekretär und Mitglied des Bayerischen Landtags. Er skizzierte Pläne zur Stärkung der Sicherheit, darunter den Ausbau des verschlüsselten Digitalfunks und die Einrichtung eines Landesamts für Bevölkerungsschutz. Kirchner betonte zudem die fortlaufende Unterstützung der Landesregierung für die "Blaulichtorganisationen", etwa durch Fördermittel für Fahrzeuge, Ausrüstung und Schulungen.

Christof Herbert hob die zentrale Rolle des Landrats bei der Koordination von Sicherheit und Katastrophenmanagement hervor. Er unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften. Kirchner bedankte sich im Gegenzug bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und forderte eine größere öffentliche Wertschätzung ihrer Arbeit.

Die Veranstaltung endete mit einem lebhaften Austausch zwischen Teilnehmern, Politikern und Vertretern der Rettungsdienste. Im Fokus standen praktische Herausforderungen und Wege zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Entscheidungsträgern und Einsatzkräften vor Ort.

Die Tagung machte deutlich, wie wichtig moderne Technologie und Teamarbeit in der Notfallbewältigung sind. Upgrades wie das BOS-2.0-Funknetz sind mittlerweile flächendeckend im Landkreis einsatzbereit. Veranstalter und Teilnehmer verließen die Runde mit einem klareren Bild der notwendigen Schritte, um die lokale Katastrophenvorsorge weiter zu stärken.

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