02 May 2026, 20:04

Rekordproteste gegen Merz: "Unsere Jobs zuerst, eure Profite danach"

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck geben sich die Hand vor einer Wand mit einem "EU-Gipfel"-Banner und einer Tür im Hintergrund, beide lächeln.

Rekordproteste gegen Merz: "Unsere Jobs zuerst, eure Profite danach"

Über 360.000 Menschen beteiligten sich diese Woche an den Maikundgebungen in ganz Deutschland. Unter dem Motto „Unsere Jobs zuerst, eure Profite danach“ zogen Demonstranten durch die Straßen, während die Forderungen nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz immer lauter wurden. Derweil erlebte der Kanzler in einer Live-Sendung einen peinlichen Moment, als er nach den Erfolgen seiner Regierung befragt wurde.

Die Proteste fanden bundesweit in zahlreichen Städten statt. Die Teilnehmer kritisierten die Wirtschaftspolitik und die Arbeitsbedingungen. Einige hielten Schilder hoch, auf denen sie Merz nach fast einem Jahr im Amt zum Rücktritt aufforderten.

Während einer Veranstaltung zum Tag des lokalen Journalismus, die vom Sender Phoenix live übertragen wurde, fragte ein Zuschauer den Kanzler, was sich unter seiner Führung verbessert habe. Noch bevor Merz antworten konnte, brach Gelächter im Publikum aus. Der Kanzler zögerte, verteidigte dann aber seine Bilanz mit Verweis auf die erhöhten Verteidigungsausgaben und die Stabilisierung der NATO. Zudem behauptete er, seine Regierung habe bei Reformen „schrittweise, aber stetige Fortschritte“ erzielt.

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Trotz seiner Argumente war die öffentliche Verärgerung deutlich spürbar. Die Demonstrationen spiegelten die anhaltende Unzufriedenheit mit der Lohnungleichheit und der wirtschaftlichen Ausrichtung seiner Regierung wider. Die Maikundgebungen verzeichneten Rekordteilnehmerzahlen und zeigten, wie weit verbreitet die Unzufriedenheit ist. Merz’ Live-Auftritt im Fernsehen unterstrich die Kluft zwischen seinen Behauptungen und der Stimmung in der Bevölkerung. Angesichts der anhaltenden Rücktrittsforderungen wird der Druck auf die Regierung in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter steigen.

Quelle