25 April 2026, 10:03

Ottilie Klein verteidigt Kai Wegner im Berliner Förderskandal um Antisemitismus-Projekte

Plakat von 1900 Berlin Secession mit einer Frau in rotem Kleid, die ein Objekt hält, mit Text zu den Veranstaltungsdetails.

Ottilie Klein verteidigt Kai Wegner im Berliner Förderskandal um Antisemitismus-Projekte

CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein verteidigt Regierender Bürgermeister Kai Wegner im Förderskandal um Antisemitismus-Projekte

Die Berliner CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein hat den regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in einem Förderskandal um Antisemitismus-Initiativen in Schutz genommen. Der Streit eskalierte nach dem Rücktritt der Kulturstaatssekretärin Sarah Wedl-Wilson (parteilos), nachdem eine Prüfung ergab, dass Millionenbeträge falsch verteilt worden waren. Klein wies die Kritik der Opposition als politisch motiviert zurück und forderte, sich stattdessen auf die Lösung des eigentlichen Problems zu konzentrieren.

Auslöser des Skandals war ein Bericht des Berliner Rechnungshofs, der rechtswidrige Mittelvergaben in Projekten zur Bekämpfung von Antisemitismus aufdeckte. Daraufhin trat Kulturstaatssekretärin Wedl-Wilson von ihrem Amt zurück. Klein äußerte "großen Respekt" für diese Entscheidung und lobte Wedl-Wilson als "herausragende Senatorin" in Kulturangelegenheiten.

Oppositionspolitiker wie der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach griffen Bürgermeister Wegner wegen des Finanzmanagement-Versagens scharf an. Krach, der 2021 aus der Berliner Landesregierung ausschied und heute als Regionspräsident in Hannover amtiert, warf der Verwaltung vor, die Gelder nicht ausreichend kontrolliert zu haben. Klein bezeichnete diese Vorwürfe als "unbegründet" und stufte die Angriffe als "völlig durchsichtiges Manöver" und "Wahlkampfgeklapper" ein.

Zugleich wies sie Spekulationen über Uneinigkeit in der Koalition zurück und betonte, Krach vertrete die SPD auf Landesebene nicht mehr. Stattdessen unterstrich Klein die Notwendigkeit, die Mittel dorthin umzulenken, wo sie in der Gesellschaft am dringendsten gebraucht werden. Ihr vorrangiges Ziel bleibe es, Antisemitismus in Berlin wirksam zu bekämpfen.

Der Förderstreit setzt die Berliner Landesregierung unter Druck, doch Klein besteht darauf, dass es nun um Lösungen gehen müsse – und nicht um politische Schuldzuweisungen. Mit dem angenommenen Rücktritt Wedl-Wilsons und der Zurückweisung der Oppositionskritik steht die Verwaltung nun vor der Aufgabe, die verbleibenden Gelder korrekt zu verteilen.

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