04 March 2026, 09:35

"Opferpopp 2.0" verwandelt das ntv-Schaufenster in Halle in ein Requiem der Erinnerung

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Cinemex-Kino in einem Einkaufszentrum, mit einer Person, die sitzt, Tischen, Fotorahmen an der Wand, einem Schild, Deckenleuchten und Geräten auf den Tischen.

"Opferpopp 2.0" verwandelt das ntv-Schaufenster in Halle in ein Requiem der Erinnerung

Ein neues immersives Theaterprojekt kommt im März 2026 nach Halle

Opferpopp 2.0 – Ein Requiem feiert im Rahmen der Reihe ERINNERN IST HEIMAT Premiere und verwandelt das ntv-Schaufenster in einen Ort der Reflexion und Begegnung. Die Produktion ehrt das Andenken der jungen Menschen aus dem ursprünglichen Stück von 2007 – insbesondere jener, die nicht mehr am Leben sind.

Das Projekt greift das 2007 uraufgeführte Stück Opferpopp auf, in dem junge Laiendarsteller:innen ihre Erfahrungen mit Gewalt und Vernachlässigung teilten. Regisseur Mirko Borscht und der Videokünstler Hannes Hesse haben die Lebenswege der damaligen Besetzung nachgezeichnet, mit besonderem Fokus auf diejenigen, die seitdem verstorben sind. Einer der Protagonisten, Alexander Kluth, starb im vergangenen Jahr – die neue Arbeit ist ihm und anderen Verstorbenen gewidmet.

An zwölf Abenden verwandelt sich die Installation im ntv-Schaufenster in das Klubhaus Kluth: einen begehbaren Raum, der Ausstellung, Club und Performance verbindet. Besucher:innen können sich frei bewegen und selbst entscheiden, wie intensiv sie sich einbringen möchten – ob sie Musik hören, Aufführungen verfolgen oder einfach mit anderen ins Gespräch kommen.

Jeder Abend steht unter einem anderen Motto und setzt sich mit Themen wie Gewalt, Ausgrenzung und Verlust auseinander. Die Produktion will das Publikum durch künstlerische Provokation und schroffe Kontraste herausfordern. Gleichzeitig lädt sie Jugendliche ab 14 Jahren ein und bietet einen seltenen öffentlichen Raum für Austausch und Reflexion.

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ERINNERN IST HEIMAT rückt Halle selbst in den Fokus: Die Stadt wird mit ihren Verpflichtungen, ungelösten Fragen und offenen Wunden hinterfragt. Das Projekt versteht sich als "Denkmal für die Ausgelöschten" und schafft Raum für Erinnerung und Begegnung.

Die Premiere von Opferpopp 2.0 – Ein Requiem findet am 5. März 2026 im ntv-Schaufenster des Thalia Theaters Halle statt. Die Installation bleibt zwölf Abende lang geöffnet und bietet einen ungewöhnlichen Ort der Auseinandersetzung. Indem sie die Geschichten derer bewahrt, die nicht mehr da sind, will die Produktion zugleich neue Generationen erreichen.