Oktoberfest kämpft mit Too Good To Go gegen Lebensmittelverschwendung an
Leon SchröderOktoberfest kämpft mit Too Good To Go gegen Lebensmittelverschwendung an
Oktoberfest reduziert Lebensmittelverschwendung mit Hilfe der dänischen App Too Good To Go
Besucher können nun Überraschungstüten mit übrig gebliebenen Backwaren, Mahlzeiten und Leckereien zu ermäßigten Preisen erwerben. Die Initiative ist Teil der langjährigen Nachhaltigkeitsbemühungen des weltberühmten Volksfests.
Die App kooperiert mit lokalen Betrieben, um überschüssige Lebensmittel in wiederverwendbaren Behältern anzubieten. Bei Edeka Theresie kostet eine Tüte mit einer Auswahl an Brot, Sandwiches und Kuchen nur 3 Euro. Das Ammer-Zelt, bekannt für seine gebratene Hähnchen- und Entenspezialitäten, bietet eigene Überraschungstüten für 9,50 Euro an – darin können vollständige Gerichte oder Beilagen enthalten sein.
Kunden müssen eigene Boxen oder Tüten mitbringen, um die Lebensmittel abzuholen, die in der Regel ab 21 Uhr verfügbar sind. Die Aktion baut auf den langjährigen Umweltrichtlinien des Festes auf, darunter das Verbot von Einweggeschirr seit 1991 und die Versorgung aller Fahrgeschäfte mit Ökostrom seit 2012.
Das Ammer-Zelt gilt seit Jahren als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Bereits 2016 wurde es als erstes klimaneutrales Festzelt zertifiziert und gleicht unvermeidbare Emissionen durch Projekte in Nigeria, Indien und Kenia aus. Andere Zelte haben seitdem ähnliche Maßnahmen eingeführt, auch wenn konkrete Zahlen oft unklar bleiben. 2023 erfassten einige Veranstalter Lebensmittelabfälle, um die Verschwendung 2024 weiter zu reduzieren.
Neben Ammer und Edeka Theresie beteiligen sich auch Satt und Gut, das Lisa Café und Bar sowie die Tulbäckeria an der Initiative. Ihr Engagement zeigt, wie das Oktoberfest seine ökologische Ausrichtung kontinuierlich ausbaut.
Die Überraschungstüten festigen den Ruf des Oktoberfests als Vorbild für nachhaltige Großveranstaltungen. Besucher können nun günstig essen und gleichzeitig etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun. Die anhaltenden Bemühungen deuten darauf hin, dass in Zukunft noch mehr Zelte ähnliche Konzepte übernehmen könnten.






