Oberpfälzer Unternehmer wegen illegaler Abfalltransporte nach Tschechien angeklagt
Greta KleinAnklage wegen mutmaßlich illegaler Abfallentsorgung - Oberpfälzer Unternehmer wegen illegaler Abfalltransporte nach Tschechien angeklagt
Geschäftsmann und Mitarbeiter aus der Oberpfalz wegen illegaler Abfallentsorgung angeklagt
Ein Unternehmer aus der Oberpfalz und einer seiner Angestellten müssen sich nun wegen schwerwiegender Vorwürfe der illegalen Abfallentsorgung verantworten. Den Ermittlungen zufolge sollen sie gefährliche Abfälle ohne die erforderlichen Genehmigungen in die Tschechische Republik und nach Polen transportiert und dort entsorgt haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden Hunderte Tonnen illegal deponierter Abfälle sichergestellt.
Zwischen Juni 2024 und Januar 2025 sollen die beiden Männer über 30 Fahrten in die Tschechische Republik unternommen haben. Dabei transportierten sie zunächst unproblematischen Müll, den sie anschließend auf illegalen Deponien ablagerten oder dessen Entsorgung dort organisierten. Später weiterten sie ihre Aktivitäten auf gefährliche Abfallstoffe aus.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, kontaminierte Abfälle – darunter Batteriereste und gefährliche Substanzen – widerrechtlich entsorgt zu haben. Die Ermittler stellten fest, dass die deponierten Materialien erhebliche Risiken für Umwelt und Gesundheit darstellen. Gegen den Unternehmer wird zudem der Vorwurf der "fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen" erhoben, da seine Mitarbeiter potenziellen Gefahren ausgesetzt gewesen sein könnten.
Die bayerischen Behörden griffen ein und brachten rund 300 Tonnen Abfall aus Tschechien zurück. Darunter befanden sich 260 Tonnen Abfälle aus glasfaser- und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (GFK/CFK). Weitere 40 Tonnen bestanden aus Verbundwerkstoffen und Komponenten von Lithium-Ionen-Batterien.
Der Fall zeigt die Gefahren auf, die von unkontrollierter grenzüberschreitender Abfallentsorgung ausgehen. Zwar konnten die Behörden große Mengen an gefährlichen Stoffen sichern, doch die genauen Umweltfolgen werden noch untersucht. Die beiden Beschuldigten müssen sich nun wegen der illegalen Abfallentsorgung vor Gericht verantworten.






