Neuer Mordprozess nach 32 Jahren: Unterfränkischer Kriminalfall vor Gericht
Lotta SchneiderNeuer Prozess für tote Mädchen in der Güllegrube Mitte Mai - Neuer Mordprozess nach 32 Jahren: Unterfränkischer Kriminalfall vor Gericht
Im Mai 2025 beginnt ein neuer Prozess in einem jahrzehntealten Mordfall aus Unterfranken. Der Angeklagte, der 2024 wegen der Tötung eines 13-jährigen Kindes im Jahr 1993 verurteilt worden war, muss sich nach einem erfolgreichen Rechtsmittel erneut vor Gericht verantworten. Aufgrund der Verjährungsfristen für andere mutmaßliche Straftaten bleibt nur noch der Vorwurf des Mordes bestehen.
Der Fall geht auf das späte Jahr 1993 zurück, als ein Kind auf einem abgelegenen Reiterhof in Unterfranken getötet wurde. Ermittler konnten den Angeklagten später über DNA-Spuren an der Unterwäsche des Opfers sowie an einem Blutspurenfund mit der Tat in Verbindung bringen.
Der ursprüngliche Prozess fand im Dezember 2024 statt, wobei der Angeklagte während der gesamten Verhandlung schwieg. Das Gericht verurteilte ihn damals zu sechs Jahren und sechs Monaten in einer Jugendstrafanstalt, da die Tat zu einer Zeit begangen wurde, als er noch minderjährig war. Doch das Urteil wurde nach einem Rechtsmittel aufgehoben, was nun zum neuen Prozess führt.
Die Neuverhandlung beginnt am 18. Mai 2025 vor dem Landgericht Würzburg. Da der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat minderjährig war, wird der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sexuelle Nötigung und Mord vor, doch nur der Mordvorwurf wird erneut geprüft. Das Gericht hat 26 Verhandlungstage angesetzt, die bis Ende Oktober dauern sollen.
Der neue Prozess markiert das vorläufige letzte Kapitel in einem Fall, der sich über mehr als 32 Jahre hinzieht. Da die Verhandlungen nicht öffentlich sind, wird das Gericht die Beweislage erneut prüfen, bevor ein neues Urteil gefällt wird. Dieses wird entscheiden, ob der Angeklagte erneut schuldig gesprochen oder vom Mordvorwurf freigesprochen wird.






