17 April 2026, 06:05

Neue Wende im Machtmissbrauch-Skandal: Bild-Zeitung vor langem Rechtsstreit bis 2026

Cartoon-Illustration einer Gerichtsszene mit einem zentralen stehenden Mann, einer sitzenden Jury und einem Tisch mit Gegenständen, betitelt "Boney's Trial, Sentence, and Dying Speech Europe's Injuries Revenged".

Neue Wende im Machtmissbrauch-Skandal: Bild-Zeitung vor langem Rechtsstreit bis 2026

Der seit langem schwelende Rechtsstreit um Vorwürfe des Machtmissbrauchs bei der Bild-Zeitung wird sich weiter hinziehen – mit neuen Entwicklungen, die bis zum Frühjahr 2026 erwartet werden. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der ehemalige Chefredakteur Julian Reichelt, der wiederholt bestritten hat, Frauen zu sexuellen Beziehungen gedrängt zu haben. Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender NDR hat nun Schritte unternommen, um die Angelegenheit zu eskalieren, nachdem Teile seiner Berichterstattung zensiert wurden.

Der Streit begann im Februar 2023, als das ARD-Format Reschke Fernsehen einen Beitrag ausstrahlte, der nahelegte, dass Reicheltls mutmaßliches Fehlverhalten schwerwiegender war als bisher bekannt. Kurz darauf beantragte Reichelt eine einstweilige Verfügung, die zur Streichung zentraler Passagen aus der Sendung führte. Die Folge ist nicht mehr in der ARD-Mediathek abrufbar, da die zweijährige Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist.

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Der NDR treibt seitdem ein vollständiges Gerichtsverfahren voran, um die geschwärzten Abschnitte wiederherzustellen. Zwar wollte der Sender keine Gründe für sein weiteres Vorgehen nennen, doch plant er, Zeugen zu laden – darunter eine Frau, die behauptet, Reichelt habe sie zu einer sexuellen Beziehung genötigt. Eine öffentliche Prüfung dieser Vorwürfe könnte für den Bild-Verlag Axel Springer unangenehm werden, da mehrere Frauen berichten, nach ihren Aussagen berufliche Konsequenzen erlitten zu haben.

Trotz Ermittlungen bleibt unklar, wie viele Affären Reichelt mit Untergebenen hatte und ob er seine Position ausnutzte, um Beziehungen zu erzwingen. Diese offenen Fragen könnten erst im Frühjahr 2026 geklärt werden, wenn der Prozess seinen Abschluss findet.

Die anstehenden Verhandlungen könnten Licht in die seit 2023 bestehenden Vorwürfe gegen Julian Reichelt bringen. Da Zeugenaussagen eine zentrale Rolle spielen dürften, könnte der Fall auch mehr über die beruflichen Nachteile offenbaren, die jene erlitten, die sich zu Wort gemeldet haben. Ein endgültiges Urteil wird für das Frühjahr 2026 erwartet.

Quelle