Neue Tankstellenregeln führen zu Preissprüngen – wer zahlt mehr?
Neue Tankstellenregeln traten am 1. April 2026 in Kraft – Preiserhöhungen auf einmal täglich mittags begrenzt
Am ersten Tag der Anpassungen erhöhten 85,7 Prozent der Tankstellen ihre Preise um durchschnittlich 4,9 Cent pro Liter. Unabhängige Betreiber trieben die Preise um 13,3 Cent in die Höhe, während Markentankstellen ihre Sätze im Schnitt um 8,8 Cent anhoben.
Steffen Bilger, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, warnte, dass hohe Energiekosten und geopolitische Spannungen die Spritpreise auf absehbare Zeit auf hohem Niveau halten werden.
Die überarbeiteten Vorschriften erlauben Tankstellen nur noch eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr mittags. Als die Regelung am 4. April in Kraft trat, zogen die meisten Stationen ihre Preise sofort an. Daten zeigen, dass unabhängige Anbieter die Sätze stärker erhöhten als die großen Markenketten – im Schnitt um 13,3 Cent im Vergleich zu 8,8 Cent. Zwar gibt es keinen direkten Vergleich zu 2025, doch Analysten verzeichnen stärkere tägliche Schwankungen als noch vor einem Jahr.
Bilger führte den anhaltenden Preisdruck auf den Konflikt im Iran zurück und betonte, dass die Ölmärkte so lange volatil bleiben würden, wie die Spannungen anhielten. Die Verantwortung für die Situation liege bei den Kriegsparteien, so der Politiker. Unterdessen kommt die Regierungskommission für Spritpreise erneut zusammen, um weitere Maßnahmen zu prüfen – darunter eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale.
Der CDU/CSU-Geschäftsführer forderte zudem beschleunigte Reformen, um das deutsche Wirtschaftsumfeld zu verbessern. Ein länger andauernder Konflikt könnte die wirtschaftliche Belastung verschärfen, weshalb Wettbewerbsfähigkeit nun oberste Priorität habe. Bilgers Ziel ist es, durch die Bewältigung der Energiekosten und struktureller Herausforderungen das Wachstum wiederzubeleben.
Die neuen Regelungen haben bereits spürbare Preissprünge ausgelöst, wobei unabhängige Tankstellen die Sätze aggressiver anhoben als die großen Marken. Während die Regierung über zusätzliche Hilfen nachdenkt, deuten Bilgers Warnungen darauf hin, dass die Spritpreise hoch bleiben – es sei denn, die geopolitischen Spannungen lassen nach. In den kommenden Wochen könnten weitere politische Anpassungen folgen.






