Münchner Startup Squalify macht Cyberrisiken endlich messbar und kalkulierbar
Mia KochMünchner Startup Squalify macht Cyberrisiken endlich messbar und kalkulierbar
Münchner Startup Squalify revolutioniert die Bewertung von Cyberrisiken
Das in München ansässige Startup Squalify verändert die Art und Weise, wie Unternehmen Cyberrisiken bewerten. Mit einem von der Munich Re entwickelten Rahmenwerk bietet das Unternehmen präzise Einschätzungen individueller Bedrohungen für Firmen. Dieser Ansatz geht über vage Annahmen hinaus, die Unternehmen oft im Unklaren über ihr tatsächliches Gefährdungspotenzial lassen.
Die Methode, bekannt als Cyber Risk Quantification (CRQ), übersetzt technische Risiken in klare finanzielle Auswirkungen. Führungskräfte erhalten damit konkrete Zahlen als Entscheidungsgrundlage – statt sich auf abstrakte Kategorien oder unsichere Wahrscheinlichkeiten verlassen zu müssen.
Traditionelle Cyberrisiko-Bewertungen kämpfen seit Langem mit Unschärfen. Viele stützen sich auf grobe Einstufungen und unklare Wahrscheinlichkeiten, was es Führungskräften erschwert, die realen Konsequenzen abzuschätzen. Cybervorfälle können ganze Geschäftsmodelle destabilisieren, die Liquidität auffressen und das Vertrauen untergraben – sie beschränken sich nicht auf Server-Schäden.
Squalifys Lösung baut auf dem erprobten Framework der Munich Re auf, das in den vergangenen fünf Jahren nur begrenzt internationale Verbreitung fand. Zwar diskutieren Branchen wie Versicherungen oder der Transportsektor – etwa die Deutsche Bahn – über Risikomanagement, doch nur wenige setzen diese Methode gezielt ein. CRQ schließt diese Lücke, indem es entscheidende Fragen stellt: Wo würden finanzielle Schäden am härtesten zuschlagen, wenn die Sicherheit versagt? Und wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario angesichts der aktuellen Abwehrmaßnahmen?
Das Tool unterstützt Unternehmen auch bei Expansionsplänen. Durch die Modellierung von Risikoverschiebungen in neuen Märkten zeigt CRQ auf, welche Bereiche besonders verwundbar werden. Es macht deutlich, wo Investitionen den stärksten Schutz bieten. Damit wird Cybersicherheit vom technischen Problem zur strategischen Priorität – und liefert Führungskräften die Daten für fundierte wirtschaftliche Entscheidungen.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Rolle bei Versicherungsfragen. CRQ gibt klare Antworten darauf, ob ein Unternehmen Risiken über Versicherungen abdecken oder selbst tragen sollte. Die finanzielle Transparenz vereinfacht komplexe Abwägungen und macht Cybersicherheit zu einem messbaren Bestandteil der Unternehmensplanung.
Squalifys Ansatz bietet Unternehmen eine datengestützte Methode, um Cyberbedrohungen zu steuern. Indem Risiken in finanzielle Kennzahlen übersetzt werden, hilft CRQ Führungskräften, Ressourcen gezielter einzusetzen. Gleichzeitig unterstützt die Methode bessere Versicherungsstrategien und reduziert Unsicherheiten in einer zunehmend digitalisierten Welt.






