04 March 2026, 03:55

Münchens Zukunft steht zur Wahl: Reiter, Baumgärtner oder Krause – wer löst die Wohnungs- und Verkehrskrise?

Ein altes Stadtplan von München, Deutschland, auf einem schwarzen Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit beschrifteten Text zeigt.

Eisbach-Welle, Oktoberfest-Bier, 30 km/h Geschwindigkeitsbegrenzungen und Mieten - Münchens Zukunft steht zur Wahl: Reiter, Baumgärtner oder Krause – wer löst die Wohnungs- und Verkehrskrise?

München bereitet sich auf die entscheidende Kommunalwahl am 8. März 2023 vor, bei der fast 1,1 Millionen Einwohner einen neuen Stadtrat und Oberbürgermeister wählen. Vierzehn Kandidaten treten an, darunter Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) sowie Clemens Baumgärtner (CSU) und Felix Baumgartner (Grüne). Bisher dominieren Themen wie explodierende Wohnkosten, Verkehrsstaus und kulturelle Fragen den Wahlkampf.

Die Stadt mit einem Jahreshaushalt von rund 9 Milliarden Euro steht unter finanziellen Spannungen: Steigende Personalkosten und die Gefahr von Haushaltsüberschreitungen belasten die Kassen. Gleichzeitig diskutieren die Wähler über Tempolimits auf dem Mittleren Ring, die Zukunft des Oktoberfests und die legendäre Eisbachwelle.

Das Rennen um das Rathaus ist hart umkämpft: 13 der 14 Bewerber sind bereits im Münchner Stadtrat oder in vergleichbaren Führungspositionen tätig. Einzige Frau im Feld ist Christiane Pfau vom Bündnis Kultur (BK). Umfragen sehen Amtsinhaber Reiter mit etwa 45 Prozent (Forsa, Ende Januar) klar vorne, während Baumgärtner und Krause bei rund 20 Prozent liegen.

Verkehr und Wohnen sind die größten Zankäpfel. Täglich pendeln 450.000 Menschen ein und aus – mit massiven Staus zur Rushhour. Ein vorgeschlagenes Tempo-30-Limit auf dem Mittleren Ring sorgt für Streit: Reiter kritisiert den Ansatz des von den Grünen geführten Verkehrsressorts. Die Grünen wiederum fordern die Umwandlung von Büros in Wohnraum und eine eigene Behörde für die Steuerung – Pläne, die Reiter und Baumgärtner skeptisch sehen.

Auch die explodierenden Mieten treiben die Menschen auf die Straße. Sie fordern stärkeren Mieterschutz und bezahlbaren Wohnraum. Doch der Wahlkampf dreht sich nicht nur um Alltagsprobleme: Es geht auch um typisch Münchner Themen wie den Erhalt der Eisbachwelle oder die Ausrichtung des Oktoberfests.

Hinzu kommen finanzielle Herausforderungen: Trotz des Milliardenhaushalts drücken hohe Personalkosten und die Gefahr von Haushaltslöchern. Die Wähler müssen abwägen zwischen Sparsamkeit und Investitionen in die Infrastruktur.

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Am 8. März fällt die Entscheidung, wer München in den kommenden Jahren regiert. Die Wahl steht zwischen Reiters Erfahrung, Baumgärtners konservativem Kurs, Krauses grüner Politik und einer Reihe alternativer Kandidaten. Das Ergebnis wird prägen, wie die Stadt Verkehr, Wohnen und Kultur angeht – und das alles bei angespannten Finanzen.