20 March 2026, 14:02

Münchens OB-Wahl: Reiter kämpft ums Überleben gegen Herausforderer Krause

Kleines Gebäude mit rotem Dach und Riesenrad davor, umgeben von Festdekorationen und Menschen bei einem Oktoberfest-Event in München, Deutschland.

Münchens OB-Wahl: Reiter kämpft ums Überleben gegen Herausforderer Krause

Münchens Oberbürgermeister-Wahl hat sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Dieter Reiter und Herausforderer Dominik Krause entwickelt. Nach einem enttäuschenden Abschneiden in der ersten Wahlrunde kämpft Reiter um seinen Posten. Krause, der zweite Bürgermeister der Stadt, wirbt mit kühnen Versprechen und einem zugänglicheren Führungsstil für einen Wandel.

Dominik Krause begann seine politische Laufbahn als Vorsitzender der Grünen Jugend München von 2012 bis 2014. 2014 zog er in den Münchner Stadtrat ein und wurde 2022 Fraktionsvorsitzender der Grünen. Im Oktober 2023 stieg er zum zweiten Bürgermeister auf – eine Position, die ihn in direkte Konkurrenz zu Reiter brachte.

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Krause sorgte sowohl mit seiner Politik als auch mit provokanten Äußerungen für Schlagzeilen. 2023 bezeichnete er das Oktoberfest als "größte Drogenbörse der Welt" – eine Aussage, die für Diskussionen sorgte. Gleichzeitig pflegt er bayerische Traditionen, tritt in Lederhosen auf und zapft Bierfässer an, um sein Image aufzupolieren. Seine Unterstützung für Münchens Olympia-Bewerbung spaltete jedoch seine eigene Partei, die Grünen.

Sein Wahlkampf konzentriert sich auf die Lösung der Münchner Wohnungsnot. Falls gewählt, will er leerstehende Büroräume in Wohnungen umwandeln und eine zentrale Stelle gegen überhöhte Mieten einrichten. Zudem kritisiert er Reiters Führungsstil und verspricht eine kooperativere Amtsführung.

Reiter hingegen steckt in einem Skandal um nicht genehmigte Nebentätigkeiten für den FC Bayern, für die er 90.000 Euro erhielt. Seine zunächst abweisende Reaktion auf die Kritik festigte seinen Ruf als arrogant. In den letzten Wochen versuchte er, Wähler mit der Verteilung roter Rosen und dem Eingeständnis von Fehlern zurückzugewinnen.

Die erste Wahlrunde hinterließ Reiter in einer schwächeren Position als erwartet. Krause hat nun reale Chancen, ihn in der Stichwahl zu schlagen.

Das Ergebnis der Wahl wird entscheiden, ob München an Reiter festhält oder sich Krauses Vision einer kooperativeren Stadtregierung zuwendet. Sollte Krause gewinnen, könnten seine Pläne für Wohnungsreformen und eine neue Kommunalpolitik die Prioritäten der Stadt neu definieren. Die endgültige Abstimmung wird zeigen, ob die Wähler Veränderung oder Kontinuität wollen.

Quelle