Münchens Feuerwehr setzt KI-Sprachassistenten für Krankentransporte ein
Greta KleinMünchens Feuerwehr setzt KI-Sprachassistenten für Krankentransporte ein
Münchner Feuerwehr setzt AI-gestützten Sprachassistenten für nicht dringende Krankentransporte ein
Die Berufsfeuerwehr München hat einen AI-basierten Sprachassistenten eingeführt, der nicht eilbedürftige Anfragen für Krankentransporte bearbeitet. Das in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland entwickelte System soll die Belastung des Rettungsdienstpersonals verringern, indem es Routineanrufe automatisiert. Die Technologie wird bereits in der Integrierten Leitstelle (ILS) der Stadt eingesetzt, wo sie hilft, die steigende Zahl täglicher Transportanfragen zu bewältigen.
Der AI-Sprachbot wurde speziell für den Rettungsdienst konzipiert und läuft auf der Microsoft-Azure-Plattform, in die er nahtlos integriert ist. Er unterstützt mehrere Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Serbisch; weitere sollen folgen. Pilotversuche bestätigten, dass das System alle erforderlichen Informationen während des Erstkontakts zuverlässig erfasst – und die durchschnittliche Bearbeitungszeit von bisher drei bis vier Minuten durch menschliche Mitarbeiter deutlich verkürzt.
Datenschutz und IT-Sicherheit standen von Anfang an im Fokus. Die Anrufverarbeitung und Datenspeicherung erfolgen ausschließlich innerhalb der eigenen Infrastruktur der Feuerwehr, um die Einhaltung strenger Datenschutzvorschriften zu gewährleisten. An dem Projekt wirkten eng die IT- und Datenschutzabteilungen der Feuerwehr sowie beteiligte Krankenhäuser mit, um klare Verantwortungsbereiche zwischen Mensch und AI zu definieren.
Die ILS verarbeitet derzeit rund 2.500 Anrufe pro Tag, darunter etwa 400 Transportanfragen für Patientinnen und Patienten. Diese nicht akuten Fälle banden bisher Kapazitäten der Leitstellenmitarbeitenden, führten zu Verzögerungen in Kliniken und erhöhten die Arbeitsbelastung. Wie Wolfgang Schäuble, Leiter der Münchner Feuerwehr, erläuterte, sei die Automatisierung angesichts der stetig steigenden Notruf- und Transportzahlen unverzichtbar geworden. Das Projekt sei ein "notwendiger Schritt in Richtung Digitalisierung und Effizienzsteigerung".
Trotz der erfolgreichen Einführung haben bisher keine Münchner Krankenhäuser Pläne bekannt gegeben, den AI-Assistenten zu übernehmen. Auch ein Zeitplan oder eine schrittweise Ausweitung der Nutzung steht noch aus.
Der Sprachassistent ist nun im Einsatz und entlastet Kliniken durch kürzere Wartezeiten sowie die Leitstellenmitarbeitenden. Er übernimmt nicht dringliche Transportanfragen, während gleichzeitig hohe Datenschutzstandards gewahrt bleiben. Vorerst bleibt sein Einsatz auf die ILS beschränkt – eine unmittelbare Ausdehnung auf lokale Krankenhäuser ist nicht vorgesehen.






