Millardeneinsparungen: Warum die Autoindustrie ihre Softwareentwicklung radikal ändern muss
Lotta SchneiderMillardeneinsparungen: Warum die Autoindustrie ihre Softwareentwicklung radikal ändern muss
Die Automobilindustrie könnte durch eine Umstellung der Softwareentwicklung Milliarden einsparen. Experten der Unternehmensberatung Roland Berger raten zu externen Lösungen statt zur hauseigenen Entwicklung. Dieser Wandel könnte die Kosten bis 2030 um jährlich etwa 17 Milliarden Dollar senken.
Allein im Jahr 2021 gaben Autohersteller 26 Milliarden Dollar für Software aus, im Folgejahr stieg die Summe auf 38 Milliarden. Bei anhaltendem Trend könnten diese Ausgaben bis 2030 auf 59 Milliarden Dollar anwachsen. Markus Baum, Partner bei Roland Berger, argumentiert, dass die interne Entwicklung zu langsam und teuer sei – besonders angesichts des Fachkräftemangels bei Softwareentwicklern.
Die größte Hürde für einen florierenden Automobil-Softwaremarkt ist das Fehlen von Vertriebsstrategien und Kundenzugängen. Rund 68 Prozent der Experten nannten dies als zentrales Hindernis. Eine gemeinsame Software-Ökosystem-Plattform gilt als entscheidend für die Zukunft der Branche.
Ein effizienter Softwaremarkt könnte schnellere Innovationen, bessere Kundenerlebnisse und geringere Kosten bringen. Diese Themen stehen im Mittelpunkt des automotiveIT car.summit am 11. November 2025 in München. Auf der Veranstaltung geht es zudem um das softwaredefinierte Fahrzeug, autonomes Fahren und Herausforderungen der Vernetzung.
Der vorgeschlagene Wechsel zu externer Software könnte die Ausgaben bis 2030 deutlich reduzieren. Branchenführer treffen sich im nächsten Jahr in München, um Lösungen für die Softwareentwicklung, Marktzugänge und die Mobilität der Zukunft zu erörtern. Das Ziel des Gipfels: zentrale Hindernisse für effizientere und bezahlbare Automobilsoftware aus dem Weg zu räumen.






