03 March 2026, 17:25

Microsoft stärkt Datensouveränität in Europa mit neuer Verschlüsselung und lokaler KI-Entwicklung

Eine Abbildung eines Cloud-Computing-Systems mit verschiedenen Geräten wie einem Laptop, einem Mobiltelefon und einem Tablet, die damit verbunden sind, und Text unten, der "Cloud-Computing: Sicheren Zugriff auf alle Anwendungen und Daten von jedem Netzwerkgerät" lautet.

Microsoft-Chef: Europäische Daten bleiben in Europa - Microsoft stärkt Datensouveränität in Europa mit neuer Verschlüsselung und lokaler KI-Entwicklung

Microsoft hat neue Maßnahmen vorgestellt, um europäische Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und ausländischem Zugriff zu adressieren. Die jüngsten Pläne des Unternehmens umfassen stärkere Verschlüsselung, die lokale Entwicklung von KI sowie mehr Kontrolle für Kunden über ihre Daten.

Die Initiativen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem CEO Satya Nadella europäische Partner in Bezug auf die Risiken des US-Zugriffs auf Daten beruhigen will.

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Im Mittelpunkt der Ankündigung steht das Bestreben nach dem, was Microsoft als 'hoheitliche Kontrolle' bezeichnet. Kunden erhalten nun die Möglichkeit, ihre Anwendungen und Daten in europäischen Rechenzentren vollständig zu verschlüsseln und zu isolieren. Diese Abschirmung soll externen Zugriff - selbst durch ausländische Regierungen - blockieren, und zwar durch private Cloud-Lösungen, die physisch von der Hauptinfrastruktur Microsofts getrennt sind.

Das Unternehmen wird zudem seine Erkenntnisse zu Cyberbedrohungen mit europäischen Kunden teilen. Dieser Schritt zielt darauf ab, Unternehmen und Behörden dabei zu unterstützen, Cyberangriffe besser zu erkennen und abzuwehren. Parallel dazu stärkt Microsoft die Kontrollmechanismen in seinen öffentlichen Cloud-Diensten und fördert Partnerschaften, um Cyberkriminalität gemeinsam zu bekämpfen.

Ein weiteres zentrales Element ist die Einführung von 'Foundry', einem neuen Dienst, der die Entwicklung von KI auf lokalen Systemen ermöglicht - anstatt ausschließlich auf die Cloud angewiesen zu sein. Dieser Ansatz verringert die Abhängigkeit von externen Servern und gibt Organisationen mehr direkte Aufsicht über ihre KI-Projekte.

In Deutschland wirbt Microsofts Landeschefin, Agnes Heftberger, für eine 'europäische Datengrenze'. Der Vorschlag zielt darauf ab, klarere rechtliche und technische Rahmenbedingungen zu schaffen, um europäische Daten innerhalb der Region zu halten. Bisher gab es jedoch weder eine offizielle Reaktion der EU noch einzelner Mitgliedstaaten, und bis Anfang 2026 wurden keine neuen Gesetze oder Richtlinien erlassen, um die Datensouveränität gegenüber US-Zugriffen zu stärken.

Microsofts Änderungen bieten europäischen Kunden mehr Werkzeuge, um ihre Daten zu schützen und KI lokal zu entwickeln. Der Fokus des Unternehmens auf Verschlüsselung, Bedrohungsdaten-Austausch und die Trennung privater Clouds spiegelt die wachsende Nachfrage nach strengeren Datenschutzkontrollen wider.

Vorerst hängt die Wirkung dieser Maßnahmen davon ab, wie Unternehmen und Behörden sie annehmen. Bisher folgten auf die Ankündigung keine unmittelbaren rechtlichen oder politischen Schritte der EU.