Messerangriff auf Zeugen Jehovas am Würzburger Hauptbahnhof: Verdächtiger festgenommen
Leon SchröderKeine Anzeichen von Psychose nach Messerattacke in Würzburg - Messerangriff auf Zeugen Jehovas am Würzburger Hauptbahnhof: Verdächtiger festgenommen
Messattacke am Würzburger Hauptbahnhof: Mehrere Verletzte, aber keine Schwerverletzten
Bei einer Messerattacke am Würzburger Hauptbahnhof sind am Freitagnachmittag mehrere Menschen verletzt worden, allerdings erlitten alle nur leichte Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich an einem Stand der Zeugen Jehovas. Die Behörden nahmen den Verdächtigen, einen afghanischen Staatsbürger ohne Vorstrafen, schnell fest.
Der Angreifer, der seit 2023 mit einer vorübergehenden Aussetzung der Abschiebung in Deutschland lebt, wurde von Passanten – darunter ein außer Dienst befindlicher Polizist – überwältigt. Ermittler schlossen bereits aus, dass Drogen oder eine psychotische Verstimmung eine Rolle spielten. Das Motiv ist weiterhin unklar; geprüft wird, ob die Tat gezielt gegen die Zeugen Jehovas gerichtet war.
Die Besucher des Standes erlitten leichte Verletzungen, jedoch keine Stich- oder Schnittwunden. Die Polizei geht von versuchtem Totschlag und schwerer Körperverletzung aus. Der Würzburger Hauptbahnhof und der benachbarte Barbarossaplatz stehen aufgrund häufiger Straftaten in der Vergangenheit unter dauerhafter Videoüberwachung.
Es handelt sich nicht um den ersten gewalttätigen Vorfall in Verbindung mit Zeugen Jehovas in Deutschland. 2021 tötete ein psychisch kranker somalischer Mann am selben Ort drei Menschen und verletzte neun weitere. Im März 2023 stürmte ein Bewaffneter eine Versammlungshalle der Zeugen Jehovas in Hamburg, erschoss sieben Personen und nahm sich anschließend selbst das Leben. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland derzeit zwischen 165.000 und 178.000 Zeugen Jehovas.
Der Verdächtige bleibt in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Ein klares Motiv steht noch nicht fest, doch der Fall wirft Fragen zur Sicherheit bei religiösen Zusammenkünften auf. Die Attacke reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, die in den vergangenen Jahren Zeugen Jehovas betrafen.






