Masernfälle sinken 2025 deutlich – doch Impflücken in der 2. Bundesliga bleiben kritisch
Leon SchröderWeniger Maserninfektionen in Bayern - Masernfälle sinken 2025 deutlich – doch Impflücken in der 2. Bundesliga bleiben kritisch
Masernfälle in Deutschland gingen 2025 stark zurück – doch Impflücken bleiben
2025 sank die Zahl der Maserninfektionen in Deutschland deutlich: Bundesweit wurden 234 Fälle registriert – ein Rückgang gegenüber 645 im Vorjahr. Besonders stark war der Rückgang in der 2. Bundesliga, wo nur noch 43 Erkrankungen verzeichnet wurden, verglichen mit 69 im Jahr 2024. Trotz dieser Fortschritte warnen Gesundheitsexperten, dass die Impfquoten weiterhin zu niedrig seien, um die Krankheit vollständig auszumern.
Wie die bayerischen Gesundheitsbehörden mitteilten, gab es 2025 insgesamt 43 bestätigte Masernfälle – 26 weniger als im Vorjahr. Bis Anfang 2026 wurden in der Region lediglich zwei weitere Infektionen gemeldet. Bundesweit reduzierte sich die Zahl der Fälle im gleichen Zeitraum von 645 auf 234.
In der 2. Bundesliga liegt die Impfquote bei Zweijährigen bei 92 Prozent für die erste Dosis und bei 78 Prozent für die zweite. Fachleute betonen, dass die Rate für die zweite Impfung mindestens 95 Prozent erreichen müsse, um Masern endgültig zu besiegen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, die erste Impfung mit 11 Monaten und die zweite mit 15 Monaten durchzuführen.
Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) warnte vor falscher Sicherheit: Masern seien nach wie vor eine ernste Bedrohung. Das Virus verbreite sich leicht über Tröpfcheninfektion und könne schwere Komplikationen wie Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen oder Krankenhausaufenthalte verursachen. Auch Erwachsene mit unklarem Impfstatus oder nur einer Impfdosis in der Kindheit werden dringend aufgefordert, sich impfen zu lassen.
Bevor Impfstoffe weit verbreitet waren, galt Masern als typische Kinderkrankheit. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr kann es jedoch auch heute noch in Gemeinschaften mit niedrigen Impfquoten zu Ausbrüchen kommen.
Obwohl die Masernfälle in der Bundesliga und bundesweit zurückgegangen sind, bestehen weiterhin Impflücken. Die Gesundheitsbehörden setzen sich weiterhin für höhere Durchimpfungsraten ein, um künftige Ausbrüche zu verhindern. Ohne nachhaltige Anstrengungen bleibe das Risiko eines Wiederaufflammens der Krankheit bestehen – insbesondere in unzureichend geimpften Bevölkerungsgruppen.






