Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst: Schrittweise mehr Geld bis 2028
Lotta SchneiderLohnerhöhungen im öffentlichen Dienst: Schrittweise mehr Geld bis 2028
Fast 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst – darunter Lehrerinnen und Lehrer sowie Universitätsmitarbeiter – erhalten in den kommenden zwei Jahren schrittweise Lohnerhöhungen. Die Anpassungen erfolgen nach langwierigen Verhandlungen im Rahmen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Beamte in Landesdiensten müssen jedoch zusätzlich sechs Monate länger auf ihre Gehaltsanpassungen warten.
Die erste Erhöhung um 2,8 Prozent – mindestens jedoch 100 Euro – tritt am 1. April 2026 in Kraft. Es folgt eine weitere Steigerung um 2 Prozent zum 1. März 2027, bevor zum 1. Januar 2028 eine letzte Anpassung um 1 Prozent erfolgt. Der Tarifvertrag selbst hat eine Laufzeit von 27 Monaten und endet am 31. Januar 2028.
Auch Schicht- und Wechselschichtzuschläge werden angehoben, zudem erhalten Auszubildende eine einmalige Erhöhung von 150 Euro. Diese Änderungen spiegeln umfassendere Anpassungen wider, die auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2023 zurückgehen. Damals hatte das Gericht festgelegt, dass die Besoldung von Beamten mindestens 80 Prozent des mittleren Einkommens in vergleichbaren Berufen erreichen muss.
Die Verzögerung für Landesbeamte ist auf politische Hürden zurückzuführen, insbesondere in Bundesländern wie Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die für März 2026 anstehenden Landtagswahlen verzögern die notwendigen Genehmigungsverfahren. Die Gewerkschaften hatten ursprünglich eine Erhöhung um 7 Prozent (mindestens jedoch 300 Euro) gefordert, doch die endgültige Einigung orientiert sich an der 5,8-prozentigen Steigerung, die die Bundesregierung über den gesamten Vertragszeitraum hinweg vorsieht.
Durch die gestaffelten Erhöhungen werden die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst bis Anfang 2028 schrittweise steigen. Landesbeamte müssen aufgrund rechtlicher und wahlbedingter Verzögerungen jedoch länger warten. Die Vereinbarung sichert nicht nur höhere Grundgehälter, sondern auch bessere Zuschläge für Schichtarbeiter und Auszubildende.






