Lichtverschmutzung und Naturschutz: BN-Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder
Mia KochLichtverschmutzung und Naturschutz: BN-Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder
Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hält Jahresversammlung in der Silachstube des Gasthofs Mohren ab
Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählte ein Vortrag über Lichtverschmutzung sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder für ihr Engagement.
Robert Blasius, Sprecher der Initiative "Wächter der Nacht", erläuterte die schädlichen Auswirkungen übermäßiger künstlicher Beleuchtung. Er betonte, dass Lichtverschmutzung natürliche Rhythmen stört und sowohl Tierwelt als auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Satellitenaufnahmen zeigen, wie die Nachtseite der Erde von leuchtenden Städten und Küstenstreifen erhellt wird – ein eindrucksvolles Zeugnis des Ausmaßes des Problems.
Im Rahmen der Versammlung wurden auch gängige Annahmen zur Sicherheit hinterfragt. Präsentierte Daten belegten, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen am Tag und nicht nachts stattfinden. Dies warf Fragen nach der Notwendigkeit übermäßiger nächtlicher Beleuchtung auf.
Wendelin Schindele wurde als "Architekt" des Kräutergartens geehrt und erhielt von der Eine-Welt-Laden-Initiative (Fair-Trade-Laden) ein Poster sowie einen Präsentkorb. Seine Beiträge gelten als zentraler Bestandteil der Umweltarbeit der Gruppe.
Auch langjährige BN-Mitglieder wurden gewürdigt: Wer seit über 40 Jahren dabei ist, erhielt Urkunden und silberne Anstecknadeln – eine Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement im Naturschutz.
Die Veranstaltung machte sowohl die ökologischen Folgen von Lichtverschmutzung als auch das Wirken engagierter Naturschützer deutlich. Die Teilnehmer verließen die Versammlung mit einem besseren Verständnis dafür, wie künstliches Licht Ökosysteme und Gemeinschaften beeinflusst. Die Ehrung der langjährigen Mitglieder unterstrich zudem die anhaltende Mission der Gruppe, die Natur zu bewahren.






