Krankenhäuser warnen vor Fachkräftemangel durch Merz' Rückführungspläne für Syrer
Lotta SchneiderKrankenhäuser warnen vor Fachkräftemangel durch Merz' Rückführungspläne für Syrer
Bundeskanzler Friedrich Merzs Plan, die Rückkehr von in Deutschland lebenden Syrern zu beschleunigen, stößt im Gesundheitssektor auf Besorgnis. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt, dass der Verlust dieser Fachkräfte die Patientenversorgung im ganzen Land schwer beeinträchtigen könnte.
Syrische Fachkräfte spielen eine zentrale Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Bis Ende 2024 werden 5.745 syrische Ärztinnen und Ärzte in deutschen Krankenhäusern arbeiten – die größte Gruppe ausländischer Mediziner im Land. Darüber hinaus sind über 2.000 syrische Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege tätig.
Die DKG hat sich deutlich gegen die geplante Regelung ausgesprochen. Die stellvertretende Vorsitzende Henriette Neumeyer betonte, dass der Wegfall dieser Arbeitskräfte eine spürbare Lücke in der Gesundheitsversorgung hinterlassen würde. Ihre Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Merz anstrebt, dass rund 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren in ihre Heimat zurückkehren.
Der mögliche Verlust tausender syrischer Ärzte und Pflegekräfte könnte das ohnehin schon überlastete Gesundheitssystem weiter belasten. Krankenhäuser müssten mit Personalengpässen rechnen, die den Klinikbetrieb und die Patientenbehandlung beeinträchtigen. Die DKG macht mit ihrem Alarm auf die praktischen Herausforderungen aufmerksam, die auf das System zukämen, sollte die Politik wie geplant umgesetzt werden.






