Klimawandel bedroht Kaffee: Warum regenerative Anbaumethoden die Rettung sein könnten
Greta KleinKlimawandel bedroht Kaffee: Warum regenerative Anbaumethoden die Rettung sein könnten
Der Preis für Kaffee könnte in den kommenden Jahren stark steigen, wenn sich die Anbaumethoden nicht ändern. Die Stiftung People for People, die seit über 40 Jahren in Äthiopien aktiv ist, warnt, dass Klimaveränderungen und veraltete Praktiken die globalen Kaffeebestände bedrohen. Die Lösung liege im regenerativen Anbau – ein Wandel, der ihrer Ansicht nach die Zukunft des beliebten Getränks sichern könnte.
Kaffee gehört zu den klimasensibelsten Nutzpflanzen der Welt. Steigende Temperaturen, anhaltende Dürren und Extremwetter haben die Ernten bereits beeinträchtigt, während ausgelaugte Böden die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen verringern. Der Monokulturanbau – also der alleinige Anbau von Kaffee ohne andere Kulturen – hat das Problem verschärft, indem er die Artenvielfalt verringert und Ökosysteme schwächt.
Die Stiftung People for People unterstützt seit Jahrzehnten Kaffeebauern in 13 äthiopischen Regionen. Nun setzt sie sich für regenerative Techniken ein, etwa die Agroforstwirtschaft, bei der Kaffeepflanzen mit Bäumen und anderen Kulturen kombiniert werden. Diese Methoden verbessern die Bodenqualität, fördern die Biodiversität und helfen den Betrieben, klimabedingten Stress besser zu standhalten. Erste Ergebnisse zeigen, dass sich die Produktivität unter diesen Systemen verdoppelt oder sogar verdreifacht.
Bisher haben rund 25.000 äthiopische Kaffeebauern auf regenerative Methoden umgestellt. Dr. Sebastian Brandis, Sprecher der Stiftung, betont, dass ohne diese Umstellung bezahlbarer Kaffee verschwinden könnte. Die globale Nachfrage steigt weiter, doch schrumpfende Ernten und Umweltbelastungen treiben die Preise in die Höhe.
Die Arbeit der Stiftung in Äthiopien zeigt, wie regenerativer Anbau die Kaffeeproduktion stabilisieren kann. Wenn mehr Bauern diese Methoden übernehmen, könnten sich die Erträge erholen und der Druck auf die globalen Bestände nachlassen. Ohne breitere Veränderungen bleibt die langfristige Verfügbarkeit von erschwinglichem Kaffee jedoch gefährdet.






