06 March 2026, 14:08

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Ein Paar eng anliegende, leichte navyblaue Hosen auf einem weißen Hintergrund.

Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen

Eine französische Kinderschutzorganisation hat den Verkauf von Kleidung verknüpft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein scharf verurteilt. Die Initiative Mouv'Enfants entdeckte auf großen Online-Plattformen Sweatshirts und T-Shirts, die seine Initialen trugen oder auf seine Verbrechen anspielten. Die Organisation fordert nun strengere Kontrollen und ein vollständiges Verbot solcher Artikel.

Erstmals aufmerksam wurde Mouv'Enfants auf Sweatshirts mit den Initialen JEE – eine Abkürzung für Jeffrey Edward Epstein – die auf Etsy, Vinted, AliExpress und eBay angeboten wurden. Einige T-Shirts spielten zudem auf die angeblichen Verbindungen Epsteins zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump an. Zwar betonte Trump stets, er habe sich Jahre vor Epsteins Tod von ihm distanziert, doch die Kleidungsstücke zogen dennoch Kritik auf sich, da sie den Fall für kommerzielle Zwecke ausnutzten.

Die Organisation argumentiert, dass Epstein als verurteilter Sexualstraftäter niemals zur Popkultur-Ikone stilisiert werden dürfe. Den Verkauf dieser Produkte bezeichnete sie als "abstoßend" und warf den Anbietern vor, systematische sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige zu verharmlosen. Zudem stellte Mouv'Enfants die Frage, wie solche Artikel überhaupt auf großen Plattformen auftauchen konnten – ein Hinweis auf mangelnde Überprüfungsmechanismen.

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Als Reaktion erklärten Vinted und eBay, die beanstandeten Sweatshirts von ihren Plattformen zu entfernen. Vinted betonte dabei seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Inhalten, die sexualisierten Missbrauch verherrlichen. Doch Arnaud Gallais, Gründer von Mouv'Enfants, forderte weitergehende Maßnahmen: ein generelles Verbot von Epstein-bezogener Ware sowie schärfere Kontrollen auf Online-Marktplätzen.

Die Debatte wirft grundsätzliche Fragen auf, wie digitale Plattformen mit schädlichen Inhalten umgehen. Zwar haben Vinted und eBay zugesagt, die Artikel zu löschen, doch Mouv'Enfants besteht darauf, dass mehr getan werden muss. Die Organisation setzt sich weiterhin für Konsequenzen ein – mit dem Argument, dass es inakzeptabel sei, aus Epsteins Verbrechen Profit zu schlagen.

Quelle