12 March 2026, 04:08

Joachim Schmalzl bleibt bis 2026 im DSGV-Vorstand und treibt digitale Finanzprojekte voran

Ein Cartoon eines Mannes in einer blauen Jacke und roten Hosen, der eine Krone trägt, steht vor einem Gebäude; unten steht der Text "Banktransfer, oder, eine neue Art der Unterstützung von öffentlichem Kredit."

Joachim Schmalzl bleibt bis 2026 im DSGV-Vorstand und treibt digitale Finanzprojekte voran

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat Joachim Schmalzl für eine dritte Amtszeit in seinen Vorstand wiedergewählt. Seine Führung wird bis März 2026 andauern und die Bestrebungen der Gruppe nach digitalen und europäisch ausgerichteten Finanzdienstleistungen weiter stärken. Schmalzl ist zudem Vorsitzender des Aufsichtsrats der European Payments Initiative (EPI), einem Konsortium, das die Zahlungsautonomie Europas ausbauen will.

Schmalzl bringt jahrzehntelange Erfahrung aus seiner Tätigkeit bei der Sparkasse KölnBonn mit, wo er als Vorstandsmitglied für IT, Risikomanagement und organisatorische Strategie verantwortlich war. Seine Wiederwahl unterstreicht den Willen des DSGV, den lokalen Kundenservice mit den übergeordneten digitalen Zielen auf europäischer Ebene zu verbinden.

Die European Payments Initiative, 2020 von 16 Großbanken gegründet, zählt mittlerweile über 30 Gesellschafter. 2024 führte sie mit dem digitalen Portemonnaie Wero in Deutschland, Frankreich und Belgien ein, das Peer-to-Peer-Zahlungen sowie Bezahlvorgänge am Verkaufsort über IBAN-Transfers ermöglicht. Trotz dieses Fortschritts hält Wero weniger als ein Prozent Marktanteil und steht in scharfem Wettbewerb zu PayPal und Apple Pay.

Zu Schmalzls Schwerpunkten gehört die engere Verzahnung der Sparkassen mit europäischen Projekten, die die digitale Souveränität sichern sollen. Gleichzeitig will er die Modernisierung innerhalb des DSGV vorantreiben, ohne die starken regionalen Kundenbeziehungen zu vernachlässigen.

Seine verlängerte Amtszeit passt zur Strategie des DSGV, lokale Bankentraditionen mit paneuropäischer Innovation in Einklang zu bringen. Der schrittweise Ausbau des EPI-Wero-Wallets schreitet zwar voran, doch bleibt seine Marktwirkung bisher begrenzt. Schmalzls Führung wird maßgeblich prägen, wie sich die deutschen Sparkassen den digitalen und grenzüberschreitenden Herausforderungen im Finanzsektor stellen.

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