04 March 2026, 09:40

Isabella Fritsche: Wie sie Quanteninformatik prägt und für Gleichberechtigung in MINT kämpft

Eine Frau in einem schwarzen Hemd und blauen Handschuhen arbeitet an einem Computer, hält ein Objekt in der Hand und hat viele Kabel links von sich und eine Wand mit einem daran befestigten Kasten im Hintergrund, was den Erfolg eines Frauen-Ingenieurprogramms symbolisiert, das einen renommierten Preis gewonnen hat.

Isabella Fritsche: Wie sie Quanteninformatik prägt und für Gleichberechtigung in MINT kämpft

Isabella Fritsche: Pionierin der Quanteninformatik und Kämpferin für Gleichberechtigung in den MINT-Fächern

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Seit Jahren treibt Dr. Isabella Fritsche die Grenzen der Quanteninformatik voran – und setzt sich gleichzeitig für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Naturwissenschaften und Technik ein. Ihr Werdegang begann mit einer frühen Leidenschaft für Physik, die durch ein Buch über Albert Einstein geweckt wurde. Heute gilt sie als treibende Kraft hinter ehrgeizigen Forschungsprojekten und als engagierte Fürsprecherin für Frauen in der Wissenschaft.

Doch Fritsches Weg war nicht immer einfach. Schon mit 15 Jahren erlebte sie Diskriminierung an einer Schule für Elektrotechnik – eine Erfahrung, die ihren Willen stärkte, Barrieren in diesem Bereich zu durchbrechen.

Ihre Faszination für die Physik entwickelte sich in der Jugend. Nach Widerständen in einer von Männern dominierten technischen Schule wechselte sie in eine Ausbildung zur Elektrikerin. Ihr Durchhaltevermögen führte sie schließlich zum Studium, wo sie in Physik promovierte und sich auf stark wechselwirkende Vielteilchensysteme mit Lithium und Kalium spezialisierte.

Während ihrer Promotionszeit gründete sie mit anderen Physikerinnen eine Initiative, um geschlechtsspezifische Vorurteile zu bekämpfen. Die Gruppe machte auf den Mangel an weiblichen Vorbildern aufmerksam und setzte sich für bessere Repräsentation künftiger Generationen ein. Fritsche selbst erlebte herablassende Kommentare und unangemessene Bemerkungen über ihr Äußeres – Erfahrungen, die ihren Entschluss bestärkten, etwas zu verändern.

2021 stieg sie bei planqc ein, angezogen von deren innovativem Ansatz bei Quantencomputer-Hardware. Dort übernahm sie die Leitung des DiNAQC-Projekts, das innerhalb von 3,5 Jahren einen funktionsfähigen Quantencomputer auf Strontium-Basis für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) liefern soll. Ihre Rolle umfasste technische Führung, Teamkoordination und den direkten Austausch mit dem DLR.

Unter ihrer Ägide führte planqc Maßnahmen ein, um die Zusammenarbeit zu stärken – darunter fächerübergreifende Workshops, bereichsübergreifende Arbeitsgruppen und regelmäßige Integrationsmeetings. Ziel war es, Forschung, Verwaltung, Finanzen und andere Teams zu einer geschlossenen Einheit zu verbinden. Fritsche betont immer wieder, dass vielfältige Rollen – von Wissenschaftler:innen bis zu Verwaltungsmitarbeitenden – entscheidend sind, um die Quantenforschung voranzubringen.

Ihre Karriere steht für wissenschaftlichen Ehrgeiz und ein Engagement für Gleichberechtigung in den MINT-Fächern. Durch ihre Führung bei planqc hat sie nicht nur die Quanteninformatik vorangebracht, sondern auch ein inklusiveres Arbeitsumfeld geschaffen. Die von ihr mitinitiierten Projekte prägen bis heute die Kultur der Zusammenarbeit und Innovation im Unternehmen.