Iran-Krise treibt Energiepreise hoch – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsbremse
Leon SchröderIran-Krise treibt Energiepreise hoch – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsbremse
Ein führender Wirtschaftswissenschaftler hat gewarnt, dass die eskalierende Iran-Krise die Energiepreise in die Höhe treiben und das Wirtschaftswachstum Deutschlands bremsen könnte. Jens Südekum, Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, wies auf die Risiken einer höheren Inflation und steigender Lebensmittelpreise hin, sollten die Spannungen anhalten. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Spritpreise an deutschen Zapfsäulen bereits um etwa 20 Prozent gestiegen sind.
Südekum bezeichnete das kürzlich von der Regierung beschlossene Entlastungspaket für Kraftstoffpreise als angemessene Reaktion auf den aktuellen Preisanstieg. Gleichzeitig betonte er, dass die Politik die Verbraucher nicht vollständig vor allen Preiserhöhungen schützen könne.
Der Ökonom verwies zudem auf mögliche langfristige Folgen. Falls sich die Krise hinzieht, könnte Deutschland seiner Meinung nach ein System nach luxemburgischem Vorbild einführen, bei dem Preiserhöhungen reguliert werden, um zu verhindern, dass Energieunternehmen überhöhte Preise verlangen. Allerdings räumte er ein, dass Dauer und Schwere der Krise weiterhin ungewiss seien.
Über den Kraftstoffsektor hinaus warnte Südekum, dass höhere Energiekosten sich auf die gesamte Wirtschaft auswirken könnten. Dieser Dominoeffekt könnte die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben und so Haushalte wie Unternehmen zusätzlich belasten.
Die Warnungen unterstreichen die wirtschaftlichen Risiken, die mit der Iran-Krise verbunden sind. Angesichts eines bereits um ein Fünft gestiegenen Spritpreises deuten Südekums Aussagen auf mögliche Herausforderungen für Inflation und Wachstum hin. Sein Appell für staatlich regulierte Preisobergrenzen spiegelt die Sorge wider, wie Energieunternehmen auf anhaltende Instabilität reagieren könnten.






