Ingolstadt beschließt historischen Haushalt für Schulbau und Kinderbetreuung
Lotta SchneiderIngolstadt beschließt historischen Haushalt für Schulbau und Kinderbetreuung
Ingolstadt hat eine wegweisende Haushaltsentscheidung verabschiedet, die die Finanzlage der Stadt stabilisieren soll. Oberbürgermeister Dr. Michael Kern bezeichnete den Schritt als "historische Weichenstellung" und warnte zugleich vor der angespannten Haushaltslage. Die Entscheidung ebnet zudem den Weg für Gespräche mit der Bezirksregierung von Oberbayern über mögliche finanzielle Unterstützung.
Mit der Verabschiedung des Haushalts kann Ingolstadt nun Investitionskredite beantragen, deren Mittel vorrangig für den Schulbau und die Kinderbetreuung vorgesehen sind. Diese Bereiche bleiben zentrale Prioritäten – ebenso wie die Sicherung der medizinischen Versorgung durch ein regionales Gesundheitskonzept.
Dr. Kern betonte, dass sorgfältiges Finanzmanagement, Verantwortungsbewusstsein und zukunftsorientierte Planung die Leitlinien sein müssten. Er rief den Stadtrat auf, gemeinsam weitere Konsolidierungsmaßnahmen zu erarbeiten und den Haushalt als Ausgangspunkt für langfristige Stabilität zu nutzen.
Um die Einnahmen zu steigern, plant die Verwaltung strukturelle Änderungen, darunter eine Reform der Grundsteuer. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer wurde jedoch ausgeschlossen. Zudem lehnte der Oberbürgermeister eine dauerhafte Schließung des Kulturzentrums Hämmerbau ab, da dies dem kulturellen und gesellschaftlichen Ansehen der Stadt schaden würde. Stattdessen werden Sanierungsoptionen geprüft.
Die Haushaltsentscheidung ermöglicht es Ingolstadt, bedarfsgerechte Zuschüsse von der Bezirksregierung Oberbayern zu beantragen. Mit dem Zugang zu Krediten kann die Stadt nun wichtige Infrastrukturprojekte vorantreiben. Die Verantwortlichen werden die Finanzstrategie weiterhin überprüfen, um die Stabilität in den kommenden Jahren zu sichern.






