Impfpräventable Krankheiten wie Masern und Keuchhusten kehren in den USA zurück
Greta KleinImpfpräventable Krankheiten wie Masern und Keuchhusten kehren in den USA zurück
Durch Impfungen vermeidbare Krankheiten kehren in den USA zurück
In den USA nehmen impfpräventable Krankheiten wie Masern und Keuchhusten wieder zu. Die Fallzahlen sind in diesem Jahr stark angestiegen – ein alarmierendes Signal für Gesundheitsexperten. Ein Grund dafür ist der anhaltende Rückgang der Impfquoten bei Kindern, der sich seit der Pandemie nicht erholt hat.
Allein 2024 wurden bereits mindestens 700 Masernfälle registriert – im Vorjahr waren es noch 285. Zwei Kinder sind bereits an der Krankheit gestorben. Der MMR-Impfstoff, der vor Masern, Mumps und Röteln schützt, gilt weiterhin als sicher und hochwirksam.
Auch Keuchhusten breitet sich rasant aus: 7.599 Fälle wurden in diesem Jahr gemeldet, gegenüber 3.473 im Jahr 2023. In Louisiana starben zwei Säuglinge an der Infektion, weitere Todesfälle gab es in South Dakota und Washington. Etwa ein Drittel der unter sechs Monate alten Babys, die sich mit Keuchhusten ansteckten, musste im Krankenhaus behandelt werden.
Der Rückgang der Impfbereitschaft ist das Ergebnis jahrelanger sinkender Vertrauenswerte – besonders unter Republikanern. Während der Pandemie verstärkte sich das Misstrauen durch Impfpflichten und wechselnde Gesundheitsempfehlungen. Der DTaP-Impfstoff, der vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt, wird in fünf Dosen im Kindesalter verabreicht, mit Auffrischungen im Alter von 11 oder 12 Jahren und anschließend alle zehn Jahre.
Experten warnen nun, dass ohne dringendes Handeln weitere Krankheiten wie Windpocken, Diphtherie oder Kinderlähmung wieder auftreten könnten. Der Anstieg von Masern und Keuchhusten zeigt die Folgen sinkender Impfquoten. Ohne eine Verbesserung der Durchimpfungsrate drohen mehr Kindern schwere Erkrankungen oder sogar der Tod. Gesundheitsbehörden betonen weiterhin die Bedeutung regelmäßiger Schutzimpfungen.






