Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Kampfsportschule in Halle
Protest gegen Kampfsportstudio mit rechtsextremen Verbindungen in Halle
Am Wochenende fand in Halle eine Demonstration gegen ein Kampfsportstudio mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene statt. Hundert Menschen versammelten sich vor dem Hauptbahnhof der Stadt und forderten die Schließung der Gladiator Fight Academy. Die Organisatoren werfen dem Studio vor, als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken und die Anwerbung neuer Anhänger zu dienen.
Die Kundgebung wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter angeführt. Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und verlangten die sofortige Schließung des Studios. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf etwa 170 Personen, während die Organisatoren von einer deutlich höheren Beteiligung sprachen – vor allem junge Aktivisten seien gekommen.
Erst kürzlich hatte die Gladiator Fight Academy in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet. Die Veranstaltung zog ein rechtsextremes Publikum an, darunter die AfD-Politiker Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Zu den zentralen Figuren des Studios zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturm Erfurt, einer Gruppe mit Bezügen zu rechtsextremen Hooligan-Strukturen.
Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer des Studios und Fan des FC Energie Cottbus, tritt bei dessen Veranstaltungen an. Ein weiterer Akteur im Umfeld der Gladiator Fight Academy ist Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene nachgesagt werden.
Die Proteste unterstreichen die wachsende Sorge über die Rolle des Studios in extremistischen Kreisen. Bislang haben die Behörden noch nicht auf die Forderungen nach einer Schließung reagiert. Die Gladiator Fight Academy bleibt trotz der öffentlichen Kritik weiterhin in Betrieb.






