Hormus-Krise trifft deutsche Industrie mit voller Wucht und löst Lieferketten-Chaos aus
Mia KochHormus-Krise trifft deutsche Industrie mit voller Wucht und löst Lieferketten-Chaos aus
Die anhaltenden Konflikte in der Straße von Hormus seit Ende Februar 2026 treffen die deutsche Industrie hart
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Nur 9 Prozent der Industrieunternehmen bleiben unberührt – die überwiegende Mehrheit kämpft mit massiven Beeinträchtigungen. Steigende Energiepreise, Engpässe in der Schifffahrt und Materialknappheit prägen inzwischen den Alltag.
Der Iran-Krieg hat eine der wichtigsten Handelsrouten blockiert und bei deutschen Herstellern für Chaos gesorgt. Neun von zehn Unternehmen verzeichnen höhere Energiekosten, mehr als ein Drittel leidet unter Lieferverzögerungen durch Schifffahrtsbeschränkungen. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen wie Chemie und Stahl, wo Rohstoffengpässe akut sind.
Die Unternehmen suchen fieberhaft nach Lösungen: Einige erschließen neue Lieferketten in Indien und Lateinamerika. Ein EU-Indien-Handelsabkommen könnte der Auto- und Maschinenbauindustrie helfen – doch die Verhandlungen stocken. Gleichzeitig belasten strengere EU-Nachhaltigkeitsvorschriften die Betriebe zusätzlich, während Handelsbarrieren auf Rekordniveau steigen.
Auch finanziell wird die Lage immer prekärer: Fracht- und Logistikkosten bleiben unberechenbar, Versicherungsprämien und Zahlungsausfälle schnellen in die Höhe. Jedes vierte Unternehmen rechnet mit einer schwächeren Nachfrage in wichtigen Exportmärkten, 16 Prozent fürchten weitere Verschärfungen bei Luftfracht-Störungen.
Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts sind in der deutschen Industrie bereits spürbar: Explodierende Energiepreise, zerrüttete Lieferketten und steigende Regulierungskosten sorgen für wachsende Unsicherheit. Eine weitere Eskalation könnte die Belastung für die Hersteller in den kommenden Monaten noch verschärfen.






