27 April 2026, 20:04

Hobbyjäger verliert Jagdschein nach grausamen Wildschwein-Jagden in Bayern

Schwarz-weiß-Radierung einer Wildschweinjagd mit Tieren im Vordergrund und Bäumen im Hintergrund, mit Text unten.

Hobbyjäger verliert Jagdschein nach grausamen Wildschwein-Jagden in Bayern

Lasse Böckmann, ein Hobbyjäger aus Cham in Bayern, hat einen Strafbefehl wegen unzulässiger Jagdmethoden erhalten. Die Behörden werfen ihm vor, verbotene Praktiken angewendet zu haben, die Wildschweinen unnötiges Leid zugefügt haben. Als Konsequenz wurde ihm der Jagdschein entzogen.

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Böckmann soll Jagdhunde eingesetzt haben, um Wildschweine bis zur Erschöpfung zu hetzen, bevor er sie mit einem Saupacker tötete. Ermittlern zufolge war ihm bewusst, dass diese Vorgehensweise sowohl gegen gesetzliche Vorschriften als auch gegen ethische Jagdstandards verstößt. Die Methode habe den Tieren demnach schwere Schmerzen zugefügt, was zu dem Vorwurf führte, Wirbeltiere ohne rechtfertigenden Grund getötet zu haben.

Das Verfahren wurde nicht von der Jägerschaft selbst, sondern von der Justiz eingeleitet. Böckmanns Online-Auftritte, auf denen er über grafische Jagdvideos Jagdausrüstung bewirbt, haben zusätzlich Kritik hervorgerufen. Seine Inhalte zeigen häufig Tötungen mit dem Saupacker – ein Vorgehen, das im Widerspruch zum Bild der verantwortungsvollen Jagd steht, wie es offizielle Verbände propagieren.

Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen à 60 Euro. Die Strafe erfolgte nach Prüfung seiner Aktivitäten, wobei Videoaufnahmen seine Abweichung von anerkannten Jagdmethoden belegten.

Mit dem Entzug des Jagdscheins und der finanziellen Sanktion darf Böckmann nicht mehr legal jagen. Das Urteil unterstreicht die Geltung von Jagdregeln, die den Tierschutz und ethisches Verhalten in den Vordergrund stellen. Der Fall zeigt die Konsequenzen auf, die bei Verstößen gegen den Artenschutz drohen.

Quelle