20 March 2026, 14:02

Großübung in Dachau testet zivil-militärische Anti-Terror-Strategien unter Realbedingungen

Soldaten in Uniform und Helmen rennen aus einem Flugzeug, jeder trägt eine Waffe bei einer Mission.

Großübung in Dachau testet zivil-militärische Anti-Terror-Strategien unter Realbedingungen

Großangelegte Notfallübung auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Dachau

Letzte Woche fand auf dem Übungsgelände der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau eine groß angelegte Notfallübung statt. Über 300 Teilnehmer, darunter Polizeieinheiten und Militärkräfte, probten ihre Reaktion auf einen simulierten Terroranschlag. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften in hochriskanten Szenarien zu verbessern.

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Die Übung war Teil des GETEX-Programms (Gemeinsame Anti-Terror-Übung), das 2017 ins Leben gerufen wurde, um die zivil-militärische Kooperation zu stärken. Die diesjährige Veranstaltung, die vom 16. bis 19. März stattfand, folgte einem Vorfall im Jahr 2025 in Erding, bei dem es während einer ähnlichen Übung aufgrund einer Verwechslung zu einem tatsächlichen Schusswechsel gekommen war. Seither wurden die gemeinsamen Trainings ausgeweitet, um solche Fehler zu vermeiden.

Organisiert vom Münchner Polizeipäsidium, simulierte das Dachauer Szenario einen gewaltsamen Angriff auf ein Rüstungs-Start-up, das militärische Drohnen entwickelt. Die Teilnehmer mussten sich mit mehreren Angreifern, einer Fahrzeugdetonation, Schusswechseln, Geiselnahmen und Machetenangriffen auseinandersetzen. Einheiten wie die Bereitschaftspolizei, das SEK sowie die Feldjäger der Bundeswehr arbeiteten Hand in Hand, um die Bedrohung zu neutralisieren.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann besuchte die Übung und lobte im Anschluss die reibungslose Durchführung. Er betonte die wachsende Bedeutung solcher Übungen angesichts steigender globaler Sicherheitsrisiken. Im Fokus standen die Optimierung von Notfallabläufen und der Aufbau von Vertrauen zwischen Polizei und Militär.

Die Dachauer Übung ist eine von mehreren aktuellen Initiativen zur Stärkung der Zusammenarbeit. Bereits Anfang März führte eine Übung im Bereich Gesundheitssicherheit zu Vereinbarungen mit zivilen Hilfsorganisationen, darunter abgestimmte Führungsstrukturen und Bereitschaftsverträge. Bundesverteidigungsminister Pistorius unterstrich zudem die Notwendigkeit gemeinsamer medizinischer Einsatzkräfte für künftige Krisen.

Die Übung in Dachau endete ohne Zwischenfälle und zeigte eine verbesserte Koordination der Sicherheitskräfte. Weitere gemeinsame Manöver sind geplant, um im Ernstfall ein nahtloses Zusammenwirken zu gewährleisten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Missverständnisse zu vermeiden und die Einsatzbereitschaft im Rahmen des deutschen Artikel-35-Notfallmechanismus zu erhöhen.

Quelle