G9 und neue Betreuung: Von-Müller-Gymnasium stellt sich um
Von-Müller-Gymnasium stellt Betreuungskonzept um – G9-Einführung steht bevor
Ab dem nächsten Schuljahr ändert das Von-Müller-Gymnasium sein Nachmittagsbetreuungssystem. Gleichzeitig muss die Stadt auf das G9-Schulmodell umstellen, das die gymnasiale Schulzeit um ein Jahr verlängert. Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund des flächendeckenden Lehrkräftemangels in Bayern.
Die Nachmittagsbetreuung wird künftig von einem privaten Träger organisiert. Zwar bleibt das Angebot kostenfrei, doch Schülerinnen und Schüler, die sich für die Offene Ganztagsschule entscheiden, müssen mindestens zwei Nachmittage pro Woche bis 16 Uhr teilnehmen. Lehrkräfte, die bisher in der Betreuung eingesetzt waren, werden stattdessen wieder vermehrt im regulären Unterricht unterrichten.
Da die Schule in städtischer Trägerschaft steht, muss die Stadt die Änderungen zudem vom Bildungsausschuss genehmigen lassen. Trotz der Umstellung bleibt das pädagogische Konzept des Gymnasiums unverändert – inklusive des breiten Wahlangebots und der zusätzlichen Fördermaßnahmen.
Hintergrund der Reform ist der bayernweite Lehrermangel, der viele Schulen zwingt, Personal umzuverteilen. Das Von-Müller-Gymnasium ermöglicht künftig auch den Schulbesuch ohne Nachmittagsbetreuung, um Familien mehr Flexibilität zu bieten.
Ziel der Neuerungen ist es, die Belastung der Lehrkräfte zu verringern, ohne auf die kostenlose Nachmittagsbetreuung zu verzichten. Die tägliche Betreuung übernimmt der private Träger, während die Stadt den Übergang steuert. In Kraft treten die Änderungen, sobald der Bildungsausschuss grünes Licht gibt.






