Fürths Gastgewerbe wächst 2025 – doch Personalmangel bremst die Branche aus
Lotta SchneiderFürths Gastgewerbe wächst 2025 – doch Personalmangel bremst die Branche aus
Fürths Gastgewerbe steht 2025 vor Wachstum und Herausforderungen
Die Hotellerie und Gastronomie in Fürth verzeichnet 2025 eine gemischte Entwicklung: Während die Übernachtungszahlen leicht steigen, belasten Personalmangel und Lohnstreitigkeiten die Branche. Noch immer kämpft der Sektor mit den Folgen der Pandemie, die viele Beschäftigte dauerhaft aus dem Berufsfeld trieb.
In der ersten Jahreshälfte 2025 zählte Fürth rund 149.800 Übernachtungen – ein leichtes Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zwar setzt die Stadt damit den Aufwärtstrend des Rekordjahres 2024 fort, doch bleibt das Wachstum hinter dem bayerischen Durchschnitt von 0,8 Prozent zurück.
Trotz stabiler Nachfrage haben viele Betriebe mit Personalengpässen zu kämpfen. Reduzierte Öffnungszeiten und sinkende Umsätze sind die Folge. Während der Pandemie verließen zahlreiche Festangestellte die Branche – und kehrten nicht zurück.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert die Lohnbedingungen im Gastgewerbe scharf: Einige Arbeitgeber hielten sich nicht an vereinbarte Einstiegsgehälter. Regina Schleser, NGG-Regionalleiterin, forderte die Betriebe auf, in Stammpersonal und Weiterbildung zu investieren, um Service- und Küchenstandards zu halten. Zudem übt sie Kritik an den "Sondermitgliedschafts"-Regelungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), die es manchen Arbeitgebern ermöglichen, Tarifverträge zu umgehen.
Lange Arbeitszeiten und niedrige Löhne treiben weiterhin Fachkräfte aus dem Sektor. Die NGG warnt: Ohne faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen werde sich die Personalkrise weiter verschärfen.
Fürths Tourismuszahlen zeigen zwar moderates Wachstum, doch die Zukunft der Branche hängt maßgeblich davon ab, die Personalprobleme zu lösen. Bei anhaltendem Fachkräftemangel und Lohnkonflikten könnten weitere Kürzungen bei Öffnungszeiten und Dienstleistungen drohen. Die Forderungen der NGG nach höheren Löhnen und besserer Ausbildung könnten entscheidend sein für die Erholung des Sektors in den kommenden Jahren.