18 April 2026, 00:10

FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – Bürgerentscheid soll gelten

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude auf Pferden reitet, mit Bäumen und Wolken im Hintergrund und dem Text "Doncaster Races, Race for the Great Stakes, 1839" unten.

FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab – Bürgerentscheid soll gelten

Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn der Stadt ausgesprochen. Parteivertreter argumentieren, dass die Vorschläge des Senats ein Bürgerentscheid aus dem Jahr 2019 ignorieren, bei dem sich die Anwohner gegen Wohnungsbau auf dem Gelände aussprachen. Stattdessen schlagen sie vor, die 30 Hektar große Fläche in ein grünes Zentrum für Erholung, Sport und Kultur umzuwandeln.

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Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bremer Landtag, kritisierte den Bebauungsdruck als widersprüchlich. Er wies darauf hin, dass die eigenen Klimaanpassungs- und Hitzeschutzziele des Senats mit den Plänen zur Bebauung der Freifläche kollidieren. Laut Humpich ist das Argument, der Verwahrlosung des Geländes mit Neubauten begegnen zu müssen, wenig überzeugend.

Die FDP besteht darauf, dass das Areal unbebaut bleiben soll, und bezeichnet es als seltene Chance für das östliche Bremen. Statt weiterer Betonflächen wünscht sich die Partei einen Ort, der Outdoor-Aktivitäten, kulturelle Veranstaltungen und Gemeinschaftsprojekte fördert. Ihre Vision entspricht dem Bürgerentscheid von 2019, der Wohnprojekte auf dem Rennbahngelände explizit ablehnte.

Humpich stellte zudem die Prioritäten des Senats infrage und betonte, dass die Stadt Grünflächen dringender brauche als neue Gebäude. Der Alternativplan der FDP sieht vor, ein lebendiges, nachhaltiges Areal zu schaffen, das den Anwohnern zugutekommt, ohne ökologische Ziele zu gefährden.

Die Haltung der FDP hält die Debatte um die Zukunft der Rennbahnfläche am Leben. Ihr Vorschlag eines Erholungs- und Kulturzentrums steht im deutlichen Kontrast zu den Bebauungsplänen des Senats. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Gelände zu Wohnraum wird oder als öffentliche Freifläche erhalten bleibt.

Quelle