Faber-Castell streicht 130 Jobs – Gewerkschaft IG Metall protestiert gegen Umstrukturierung
Greta KleinFaber-Castell streicht in Deutschland 130 Jobs - Faber-Castell streicht 130 Jobs – Gewerkschaft IG Metall protestiert gegen Umstrukturierung
Faber-Castell hat Pläne bekannt gegeben, bis 2027 rund 130 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Stein bei Nürnberg führte den zunehmenden globalen Wettbewerb, US-Zölle sowie eine schwache Verbrauchernachfrage als Hauptgründe für die Umstrukturierung an. Die Entscheidung stieß bereits auf Kritik der IG Metall, die den Schritt als "überraschend" bezeichnete.
Von den Stellenstreichungen betroffen sind sowohl Produktions- als auch Verwaltungsbereiche. Kleinere Fertigungslinien sollen nach Brasilien und Peru verlegt werden, während einige Büroabteilungen ebenfalls verkleinert werden. Geschäftsführer Stefan Leitz bestätigte, dass das Unternehmen seine Abläufe effizienter gestalten wolle, dabei aber betriebsbedingte Kündigungen vermeiden werde.
Die Entscheidung wird die deutschen Standorte des Unternehmens in den kommenden drei Jahren grundlegend verändern. Falls die Pläne umgesetzt werden, sollen die Einsparungen Faber-Castell ermöglichen, sich stärker auf Premium-Produkte zu konzentrieren. Der Ausgang hängt jedoch von den laufenden Verhandlungen mit der IG Metall sowie dem Erfolg freiwilliger Abfindungsprogramme ab.






