Europa setzt auf Westen und Asien: Wie sich der Handel bis 2035 neu ordnet
Mia KochEuropa setzt auf Westen und Asien: Wie sich der Handel bis 2035 neu ordnet
Globale Wirtschafts- und geopolitische Verbindungen haben sich in den letzten vier Jahren abgeschwächt. Eine neue Studie von Deloitte zeigt sich wandelnde Handelsmuster auf: Europa konzentriert sich stärker auf westliche Verbündete und wichtige asiatische Märkte. Die Ergebnisse deuten auf eine grundlegende Neuausrichtung des internationalen Handels bis 2035 hin.
Der Deloitte-Geowirtschaftliche-Dynamik-Index erfasst die Verflechtungen zwischen 249 Ländern und Regionen. Basierend auf 59 Millionen Datenpunkten analysiert er 35 Indikatoren für alle globalen Handelsbeziehungen. Die Studie identifiziert vier dominierende Wirtschaftsblöcke: Europa, Nordamerika/Pazifik, Russland/Naher Osten sowie die Schwellenmärkte.
Europa hat seine Bindungen zu westlichen Partnern gestärkt, während es die Verbindungen zu anderen Gruppen reduziert hat. Gleichzeitig vertieft der Kontinent die Zusammenarbeit mit bestimmten BRICS-Staaten, insbesondere mit solchen, die über kritische Rohstoffe verfügen oder starkes Wachstumspotenzial bieten.
Asien wird künftig das Exportwachstum Europas dominieren. Sechs der zehn am schnellsten wachsenden Exportziele für Europa bis 2035 liegen in Asien. An der Spitze steht Japan, wo die Ausfuhren voraussichtlich jährlich um 4,1 % steigen werden.
Die Studie bestätigt einen klaren Strategiewechsel im europäischen Handel. Durch die Priorisierung westlicher Verbündeter und dynamischer asiatischer Märkte passt sich die Region einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft an. Diese Entwicklungen werden voraussichtlich Lieferketten und Wirtschaftspartnerschaften im kommenden Jahrzehnt prägen.






