16 March 2026, 00:44

Einsteins unheimliche Briefe zeigen seine Angst vor den Nazis – jetzt unter dem Hammer

Ein Buchumschlag mit Adolf Hitler umgeben von Menschen in Mützen, betitelt "Deutsches Kolonial-Feitung" und datiert 11/1940.

Einsteins unheimliche Briefe zeigen seine Angst vor den Nazis – jetzt unter dem Hammer

Eine Sammlung persönlicher Briefe von Albert Einstein kommt unter den Hammer und gewährt seltene Einblicke in seine Ängste während der NS-Zeit. Die Dokumente zeigen seine wachsende Besorgnis über Adolf Hitlers Aufstieg und die sich verschärfende Verfolgung jüdischer Menschen in Deutschland. Drei dieser Briefe werden separat versteigert, jeweils mit einem Mindestgebot zwischen 12.000 und 25.000 US-Dollar.

Der früheste Brief datiert von September 1921 und war an Einsteins Schwester Maja Winteler-Einstein gerichtet. Darin sagte er eine geplante Reise nach München ab und begründete dies mit der Furcht um sein Leben angesichts des zunehmenden Antisemitismus. Diese Feindseligkeit verschärfte sich in den folgenden Jahren weiter.

Bis April 1934 hatte Einstein bereits in die USA emigriert. In einem Schreiben an seine erste Ehefrau Mileva und ihren gemeinsamen Sohn Eduard verurteilte er Hitler dafür, Leben zu zerstören und ein Klima der Angst zu schaffen. Seine Sorgen gingen jedoch über die Politik hinaus: Er erörterte auch eine mögliche Behandlung für Eduards Schizophrenie, riet aber zur Vorsicht und schlug vor, auf weitere medizinische Belege zu warten.

Im letzten Brief vom Juni 1939 thematisierte Einstein den Widerstandswillen der jüdischen Gemeinschaft angesichts der Verfolgung. Er rief zu Solidarität auf und betonte die "Kraft des Widerstands" der von den NS-Maßnahmen Betroffenen.

Die Briefe kommen zu einem Zeitpunkt ans Licht, in dem die Nachfrage nach Einsteins Korrespondenz steigt. Noch in diesem Jahr wurde ein Brief an seinen Vater für den Rekordpreis von 2,89 Millionen US-Dollar versteigert.

Bei der Auktion werden drei Briefe angeboten – mit Mindestgeboten von 12.000 US-Dollar für den ersten und dritten sowie 25.000 US-Dollar für den zweiten. Die Dokumente liefern ein unmittelbares Zeugnis von Einsteins Erlebnissen in einer Zeit extremer politischer Umbrüche. Ihr Verkauf unterstreicht sowohl die historische Bedeutung als auch das wachsende Sammlerinteresse an seinen persönlichen Schriften.

AKTUALISIERUNG

Steigendes Marktinteresse an Einsteins Nazi-Era-Papieren

Neue Auktionen zeigen ein wachsendes Interesse an Einsteins historischen Dokumenten. Im Dezember 2025 wurde ein Nazi-Deutschland-Entnaturalisierungsdokument und signierte Porträts bei einer Auktion verkauft. Ein 1922er Brief, in dem antisemitische Ängste zum Ausdruck gebracht wurden, erzielte bei einer vorherigen Versteigerung $39.360. Diese Beispiele zeigen das anhaltende Interesse der Sammler an Einsteins Kriegs-Korrespondenz.