Dramatische Bergrettung am Spitzingsee: Wanderpaar kämpft um sein Leben im tiefen Altschnee
Mia KochDramatische Bergrettung am Spitzingsee: Wanderpaar kämpft um sein Leben im tiefen Altschnee
Zwei Wanderer aus Landshut gerieten während einer Bergtour in der Nähe des Spitzingsees in eine gefährliche Situation. Das Paar, 26 und 33 Jahre alt, hatte eine Route zum Bodenschneid-Grat geplant, stieß jedoch auf massive Schwierigkeiten in tiefem, instabilem Schnee. Der Vorfall führte zu Verletzungen und einer aufwendigen Rettungsaktion, an der Bergretter und ein Rettungshubschrauber beteiligt waren.
Die beiden waren von der Unteren Firstalm in Richtung Bodenschneid-Grat aufgebrochen und wollten über das Bodenschneidhaus zurückkehren. An der steilen Nordflanke unter dem Gipfel kämpften sie sich durch bis zu 1,5 Meter tiefen, harten und brüchigen Altschnee. Die instabilen Bedingungen ließen die 33-jährige Frau ausrutschen – sie rutschte rund 100 Meter den Hang hinunter.
Sie erlitt schwere Schürfwunden, Prellungen und einen Verdacht auf Gehirnerschütterung. Der 26-jährige Mann verletzte sich bei dem Sturz an der Hand. Trotz ihrer Verletzungen lehnten die beiden zunächst eine Luftrettung ab und bestanden darauf, mit Hilfe der Retter absteigen zu können.
Fünf Bergretter des Haushamer Bergrettungsdienstes stiegen mit Schneeschuhen und Tourenski ausgerüstet – samt Sicherheits- und Sanitätsmaterial – zur Unglücksstelle auf. Nach Erreichen des Bodenschneidhauses fuhr der 26-Jährige selbstständig mit dem Auto ins Krankenhaus. Die Frau wurde hingegen vom ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 1 in die Agatharieder Klinik geflogen.
Der Haushamer Bergrettungsdienst warnt seitdem dringend vor den gefährlichen Schneeverhältnissen im Gebiet um Spitzingsee und Bodenschneid. Erst am vergangenen Sonntag hatte es einen weiteren Rettungseinsatz gegeben. Die Behörden raten Wanderern, vor Tourenbeginn den aktuellen Lawinenbericht unter lawinen.report zu prüfen. Zudem wird empfohlen, sich auf gesicherte Routen zu beschränken, vollständige Winterausrüstung mitzuführen und Hänge mit einer Neigung von über 30 Grad zu meiden.
Der Einsatz unterstreicht die Risiken durch instabilen Schnee in der Region. Die Bergwacht betont weiterhin die Bedeutung gründlicher Vorbereitung, des Wanderns in der Gruppe und eines schnellen Notrufes bei Verschlechterung der Bedingungen. Wanderer werden aufgefordert, die Sicherheitshinweise strikt zu befolgen, um weitere Unfälle zu vermeiden.






