06 March 2026, 12:03

Deutschland revolutioniert das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien mit KI und Robotik

Ein Mitsubishi Lancer EV Elektroauto, das nachts auf einer Straße geparkt ist, umgeben von Gebäuden, Geschäften, Schaufensterpuppen mit Kleidern, Schildern, Lampen und anderen Gegenständen.

Deutschland revolutioniert das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien mit KI und Robotik

Deutschland intensiviert seine Bemühungen, das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien zu verbessern – angesichts der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Bis 2040 könnte das Land jährlich bis zu 360.000 metrische Tonnen ausgedienter Batterien bewältigen müssen. Aktuelle Verfahren gewinnen nur einen Bruchteil der Materialien zurück und setzen auf energieintensive Prozesse, was die Forschung nach nachhaltigeren Lösungen vorantreibt.

Mehrere große Projekte erforschen derzeit direkte Recyclingmethoden, die wichtige Batteriekomponenten erhalten. Die Initiative ProBatman, geleitet von der Netzsch-Gerätebau GmbH, vereint Partner wie BMW AG, EurA AG, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, die Netzsch Group und die Universität Würzburg. Ihr Ansatz konzentriert sich darauf, Zellen unter Schutzgas sicher zu demontieren, um flüchtige Bestandteile und leitfähige Salze zurückzugewinnen.

Statt die Materialien in Grundsalze oder Metalle zu zerlegen, zielen diese Projekte darauf ab, die ursprünglichen Strukturen zu erhalten. Dazu gehören KI-gestützte Sortierverfahren, robotergestützte Demontage und der Einsatz von überkritischem CO₂ zur Entfernung von Bindemitteln. Das Fraunhofer ISC bringt dabei Expertise in der Materialforschung sowie eine Pilotproduktionslinie für Pouch-Zellen ein, um Tests und Optimierungen zu unterstützen.

Weitere Vorhaben wie das ReUse-EU-Projekt, an dem die Hochschule Aalen und Moove (vermutlich Akkuratec) beteiligt sind, bewerten jedes Verfahren auf Skalierbarkeit, Umweltverträglichkeit und Sicherheit. Die zurückgewonnenen Materialien durchlaufen maßgeschneiderte Reinigungs- und Regenerationsprozesse, bevor sie wiederverwendet werden – mit dem Potenzial, den CO₂-Ausstoß um bis zu 1,3 Gigatonnen pro Jahr zu senken.

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Auch das Fraunhofer-Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektromobilität (FZEB) treibt Recyclinglösungen voran. Parallel dazu untersucht das Fraunhofer ISC Strategien für ein recyclingsgerechtes Design sowie digitale Zwillinge, um künftige Batterien leichter demontierbar und wiederverwendbar zu machen.

Diese Projekte könnten die Art und Weise revolutionieren, wie Deutschland mit Batterieabfällen umgeht, und die Abhängigkeit von energieintensiven Methoden verringern. Mit der Beteiligung zahlreicher Unternehmen und Institutionen liegt der Fokus darauf, mehr Materialien effizient zurückzugewinnen und gleichzeitig die Umweltbelastung zu senken. Das Ziel: eine Kreislaufwirtschaft für Lithium-Ionen-Batterien bis 2040.

Quelle