CSU triumphiert auf dem Land – Städte bleiben bei Kommunalwahlen hart umkämpft
Mia KochSöder: "Wir sind klar Nummer eins" - CSU triumphiert auf dem Land – Städte bleiben bei Kommunalwahlen hart umkämpft
Bayerische Kommunalwahlen: CSU dominiert auf dem Land, Städte bleiben umkämpft
Die Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026 brachten der CSU einen deutlichen Sieg in den ländlichen Regionen: Die Partei sicherte sich 25 der 33 Landratsämter. In den Städten zeigte sich hingegen ein weit weniger klares Bild – in 17 von 22 Großstädten muss es nun Stichwahlen geben, weil kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte. Parteichef Markus Söder erklärte trotz unvollständiger Ergebnisse den Sieg, schloss aber jede Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene aus.
Besonders eindrucksvoll war die CSU-Stärke im ländlichen Bayern: Sebastian Gruber gewann im Landkreis Freyung-Grafenau mit beeindruckenden 89,1 Prozent der Stimmen, Bernd Sibler setzte sich in Deggendorf mit 73,1 Prozent durch, und Björn Bartels sicherte sich den Landkreis Miltenberg mit 51,2 Prozent. Diese Erdrutschsiege standen im krassen Gegensatz zu den zersplitterten Ergebnissen in den Städten, wo keine Partei eine klare Dominanz zeigte.
Doch nicht überall lief es für die CSU nach Plan: In Bamberg scheiterte die ehemalige Gesundheitsministerin Melanie Huml bereits im ersten Wahlgang. Auch in München hatte die Partei Schwierigkeiten – ihr Kandidat Clemens Baumgärtner verpasste den Einzug in die Stichwahl. Immerhin gab es auch Lichtblicke: In Nürnberg geht der amtierende Oberbürgermeister Marcus König, unterstützt von der CSU, mit starker Position in die Stichwahl – ein Ergebnis, das Söder als "besonders erfreulich" bezeichnete.
Trotz der durchwachsenen Bilanz in den Städten behält die CSU die Kontrolle über die meisten Landratsämter. Söder betonte erneut, dass die Partei keine Bündnisse mit der AfD eingehen werde – auch nicht im Vorfeld der anstehenden Stichwahlen.
Die Wahl bestätigt die CSU als dominierende Kraft in Bayerns ländlichen Regionen, doch in den Städten stehen harte Kämpfe bevor. Mit 17 noch ausstehenden Stichwahlen in Großstädten wird das Endergebnis der Partei von den zweiten Wahlgängen abhängen. Söders klare Absage an eine Zusammenarbeit mit der AfD setzt zudem enge Grenzen für mögliche Koalitionen in der Zukunft.






