Claudius Siebert gewinnt Stichwahl um Dorfens Bürgermeisteramt mit 57,2 Prozent
Greta KleinClaudius Siebert gewinnt Stichwahl um Dorfens Bürgermeisteramt mit 57,2 Prozent
Claudius Siebert hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Dorfen mit 57,2 Prozent der Stimmen gewonnen. Der 50-jährige Jurist, unterstützt von vier lokalen Gruppierungen, löst Heinz Grundner nach 18 Jahren im Amt ab. Die Wahlbeteiligung sank auf 65,6 Prozent – im ersten Wahlgang hatten noch 70,4 Prozent ihre Stimme abgegeben.
Siebert erhielt 4.305 Stimmen – über 300 mehr als im ersten Durchgang. Sein Kontrahent Heinz Grundner kam auf 3.224 Stimmen, fast 200 weniger als zuvor. Grundner räumte seine Niederlage ein und gratulierte Siebert, gab jedoch keine sofortige Erklärung für seine Wahlniederlage ab.
Siebert trat mit einer gemeinsamen Liste an, die die ÜWG, die LDW, die SPD und die Grünen vertrat. Sein Wahlkampf betonte die überparteiliche Zusammenarbeit – eine Tradition in Dorfen, seit die ÜWG 1956 erstmals in den Stadtrat einzog. Die Stadt, die 1954 das Stadtrecht erhielt, setzt seit Langem auf pragmatische Kommunalpolitik statt auf parteipolitische Gräben.
Nach der offiziellen Bestätigung des Ergebnisses unterzeichnete Siebert die Annahmeerklärung. Sein Sieg markiert einen Führungswechsel nach fast zwei Jahrzehnten unter Grundner. Seit 15 Jahren in Dorfen ansässig, wird Siebert die Stadt nun als neu gewählter Bürgermeister führen.
Sieberts Erfolg bringt erstmals seit Jahren eine von einer Koalition getragene Stadtverwaltung nach Dorfen. Das Wahlergebnis spiegelt die Präferenz für parteiübergreifende Zusammenarbeit in der lokalen Politik wider. Mit einem klaren Auftrag aus der Stichwahl wird er sein Amt antreten.






