CDU-Politiker fordert Zweiklassengesundheit für Bürgergeld-Empfänger ohne Jobhistorie
Lotta SchneiderCDU-Politiker fordert Zweiklassengesundheit für Bürgergeld-Empfänger ohne Jobhistorie
Yannick Bury, der haushaltspolitische Sprecher der CDU, hat strengere Regeln für den Zugang zu medizinischer Versorgung im Rahmen des Bürgergelds vorgeschlagen, Deutschlands Grundsicherung für Arbeitslose. Seine Forderung: Wer noch nie gearbeitet hat, soll weniger medizinische Leistungen erhalten als ehemalige Arbeitnehmer. Das aktuelle System nennt er ungerecht und auf Dauer nicht tragbar.
Bury kritisierte die bestehende Praxis, bei der die Krankenkosten von Grundsicherungsempfängern vollständig von versicherungspflichtigen Steuerzahlern getragen werden. Dies sei „nicht zu rechtfertigen“ und belaste das System finanziell übermäßig, warnte er. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Sozialausgaben.
Im früheren Sozialhilfemodell hing der Zugang zu medizinischer Versorgung davon ab, ob jemand vor dem Bezug von Leistungen erwerbstätig war. Bury argumentiert, dass Arbeitnehmer in der Vergangenheit oft umfassendere Leistungen erhielten, während andere Einschränkungen hinnehmen mussten. Nun plädiert er für eine Rückkehr zu diesem zweistufigen System.
Der Politiker forderte zudem eine breitere Debatte über die Begrenzung von Gesundheitsleistungen für Bürgergeld-Bezieher. Sein Vorschlag zielt darauf ab, Kosten zu sparen, indem zwischen Langzeitarbeitslosen und denen unterschieden wird, die vor dem Bezug von Leistungen in den Arbeitsmarkt eingebunden waren.
Bury’s Pläne würden eine erneute Ungleichheit beim Zugang zu medizinischer Versorgung abhängig von der Erwerbsbiografie schaffen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten die staatlichen Ausgaben für medizinische Leistungen im Sozialbereich sinken. Die Diskussion über Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit des Systems wird voraussichtlich weitergehen.






