Brandenburg stockt trotz Haushaltsnot zwei Ministerien mit Staatssekretären auf
Greta KleinBrandenburg stockt trotz Haushaltsnot zwei Ministerien mit Staatssekretären auf
Trotz Haushaltszwängen hat die Brandenburgische Landesregierung die Personaldecke in zwei Schlüsselressorts aufgestockt. Der stellvertretende Ministerpräsident Jan Redmann (CDU) und Sozialminister René Wilke (SPD) erhalten jeweils einen zweiten Staatssekretär. Die Ernennungen sind Teil weiterer verwaltungstechnischer Anpassungen innerhalb der Koalition.
Im Innenministerium wird Jan Redmann künftig zwei Staatssekretäre führen. Neben dem amtierenden Uwe Schüler kommt mit Jörg Treffke ein weiterer hinzu. Treffke leitete zuvor die Abteilung für Sicherheit und Spionageabwehr im Brandenburgischen Verfassungsschutz.
Auch das Ministerium für Gesundheit und Soziales erhält einen zweiten Staatssekretär. Die bisherige Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Friederike Haase, übernimmt die neue Position. Ludwig Scheetz, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD, verteidigte die Entscheidung mit Verweis auf das breite Aufgabenspektrum des Ressorts.
Zuvor hatte die SPD-Fraktion infrage gestellt, ob Wilkes Ministerium – zuständig für Arbeit, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt – tatsächlich zusätzliche Unterstützung benötige. Dort ist bereits Johannes Wagner als Staatssekretär tätig. Unklar bleibt, warum das Innenministerium nun im Personalbestand anderen Ressorts angeglichen wird, nachdem die CDU im Februar 2026 eine entsprechende Anfrage gestellt hatte.
Die Änderungen verschaffen Redmann und Wilke in Zeiten finanzieller Engpässe zusätzliche Führungskapazitäten. Beide Ministerien verfügen nun über je zwei Staatssekretäre – eine Personalstruktur, die sich an früheren Besetzungsmustern anderer Ressorts orientiert. Die Ernennungen spiegeln die laufenden Anpassungsprozesse innerhalb der Brandenburgischen Koalitionsregierung wider.






