BMW setzt auf KI und 40 neue Modelle für die Zukunft der Mobilität
Lotta SchneiderBMW setzt auf KI und 40 neue Modelle für die Zukunft der Mobilität
BMW treibt eine kühne neue Strategie voran, die auf künstlicher Intelligenz und schnellerer Innovation basiert. Das Unternehmen will die Entwicklungszeiten verkürzen, die Ingenieurteams verringern und gleichzeitig in den nächsten zwei Jahren 40 neue Modelle auf den Markt bringen.
Zu dem Plan gehört eine engere Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen wie Qualcomm, Valeo und Momenta, um Fahrassistenzsysteme und teilautonome Funktionen zu verbessern. Vollautonomes Fahren bleibt jedoch vorerst außer Reichweite, wie BMW-Entwicklungschef Joachim Post betont.
BMW ist der erste europäische Automobilhersteller, der die Zulassung für freihändiges Fahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h erhalten hat. Dieser Meilenstein unterstreicht den Fokus auf fortschrittliche Fahrassistenz, doch regulatorische Unterschiede zwischen Europa, den USA und China erschweren weiterhin die breitere Einführung autonomer Fahrfunktionen.
Gleichzeitig reduziert das Unternehmen die Anzahl der Ingenieure pro Fahrzeugprojekt deutlich. KI-gestützte Tools sollen Simulationen, Programmierung und Wissensaustausch beschleunigen und die Teams von mehreren tausend auf etwa 1.000 Mitarbeiter verkleinern. Post ist überzeugt, dass dieser Ansatz BMW wettbewerbsfähig hält – insbesondere gegenüber den schnell aufstrebenden chinesischen Konkurrenten.
Die ersten neuen Modelle stehen bereits in den Startlöchern. Die überarbeitete 3er-Reihe, inklusive Verbrenner-, elektrischem i3- und Hochleistungsvarianten wie dem iX3 M, wird bis Herbst 2026 als Teil der Neue Klasse-Baureihe erscheinen. Zuvor plant BMW jedoch eine Offensive mit 40 Fahrzeugen in den nächsten zwei Jahren, beginnend mit dem iX3.
Innovationen wie Panoramic Vision und die Neue Klasse-Plattform sollen neue Maßstäbe in der Branche setzen. Partnerschaften mit Technologieunternehmen werden BMW zusätzlich in den Bereichen Sensorik, Software und teilautonomes Fahren stärken.
BMWs Strategie verbindet KI-gestützte Effizienz mit einem ambitionierten Markteinführungsplan. Die ersten der 40 neuen Modelle werden bald erhältlich sein, während die Neue Klasse 2026 an den Start geht.
Regulatorische Hürden für autonomes Fahren bleiben bestehen, doch das Unternehmen drängt voran mit Freihand-Funktionen und hochentwickelten Assistenzsystemen. Das Ziel ist klar: schnellere Entwicklung, weniger Ingenieure und ein stärkerer Wettbewerbsvorteil.