BMW revolutioniert Produktion mit autonomer Logistik und 5G-Technologie
Leon SchröderBMW revolutioniert Produktion mit autonomer Logistik und 5G-Technologie
BMW führt fortschrittliche Automatisierung in seinen Produktionswerken ein, um Logistik zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Am Standort Landshut in Deutschland übernehmen nun selbstfahrende Gabelstapler und cloudgesteuerte Systeme den präzisen Materialtransport. Gleichzeitig setzt das Werk im britischen Swindon autonome Transportfahrzeuge für die Produktion des Mini ein.
Die Automatisierungsoffensive startete vor zwei Jahren im BMW Group Werk Landshut. Mit einer Förderung von 1,2 Millionen Euro durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft wurde das Projekt zur Erprobung selbstfahrender Logistikfahrzeuge unter realen Produktionsbedingungen ins Leben gerufen. Ziel war es, Stillstandszeiten zu reduzieren und durch die Automatisierung komplexer Abläufe die Leistung zu verbessern.
In der aktuellen Phase mit dem Namen "Robot in the Cloud" kommt 5G zum Einsatz, um Maschinen in Echtzeit zu vernetzen. Die Berechnungen für Fahrzeugbewegungen werden in eine Hochleistungsdatencloud übertragen, was eine nahtlose Koordination ermöglicht. Der Technologiepartner Congiv richtete das 5G-Netz ein, während KS Control die autonomen Gabelstapler lieferte. Diese Fahrzeuge navigieren mithilfe von Kameras mit millimetergenauer Präzision, berechnen Routen und Positionen eigenständig.
Im britischen Swindon hat BMW hingegen autonome Transportfahrzeuge (AGV) des Herstellers EK Robotics eingeführt. Die Roboter befördern dort nun Stahlbleche für die Mini-Produktion und reduzieren so manuelle Arbeitsgänge. Der Erfolg des Systems in Landshut ebnet den Weg für das erste vollständig cloudgesteuerte Logistiknetz in der Automobilfertigung.
Die neuen Automatisierungslösungen zeigen bereits Wirkung: Selbstfahrende Gabelstapler und cloudbasierte Steuerungen minimieren Verzögerungen und optimieren den Materialfluss. Dank 5G, das eine Echtzeitkommunikation ermöglicht, soll die Technologie künftig in weiteren Produktionsstandorten zum Einsatz kommen.






