Bitcoin kämpft an der 86.000-Dollar-Marke – droht der nächste Absturz?
Leon SchröderBitcoin kämpft an der 86.000-Dollar-Marke – droht der nächste Absturz?
Bitcoins jüngste Kursbewegungen hinterlassen Händler unsicher über die nächste Richtung der Kryptowährung. Die digitale Währung scheiterte daran, die Widerstandsmarke von 86.000 US-Dollar zu durchbrechen – und wirft damit Fragen über ihre kurzfristige Zukunft auf. Seit Anfang April bewegt sich der Kurs in einer Spanne zwischen 75.000 und 86.400 US-Dollar gefangen.
Analysten beobachten derzeit besonders die entscheidenden Kursniveaus. Der On-Chain-Experte James Check geht davon aus, dass der wahre Boden für Bitcoin bei etwa 65.000 US-Dollar liegt – ein Wert, der seinem "echten Marktmittelwert" entspricht. Diese Schätzung deckt sich in etwa mit der Kostengrundlage von 67.500 US-Dollar, die Michael Saylors langfristige Anlagestrategie zugrunde liegt. Sollte Bitcoin unter die 80.000-US-Dollar-Marke fallen, droht ein erneuter Test des Tiefststands vom US-Wahltag bei 67.817 US-Dollar.
Ein Ausbruch über 87.740 US-Dollar – den 200-Tage-exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) – würde hingegen ein stärkeres Aufwärtssignal geben. Eine weitere große Hürde liegt bei 91.240 US-Dollar, wo sich der 100-Tage-einfache gleitende Durchschnitt (SMA) befindet. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinsen stabil zu halten, bereits in den aktuellen Bitcoin-Kurs eingepreist ist.
Unterdessen hat Fed-Chef Jerome Powell signalisiert, dass es keine Eile bei Zinssenkungen gibt. Er warte zunächst auf weitere Wirtschaftsdaten, bevor er handele. Zusätzlich erschweren noch immer bestehende Zölle aus der Trump-Ära die Ziele der Fed – stabile Preise und Vollbeschäftigung.
Bitcoins weiterer Weg hängt davon ab, ob es die entscheidenden Widerstandsmarken überwinden kann. Ein nachhaltiger Anstieg über 87.740 US-Dollar würde das Vertrauen stärken, während ein Fall unter 80.000 US-Dollar weitere Rückgänge auslösen könnte. Vorerst bleiben Händler vorsichtig, während makroökonomische Faktoren und technische Schwellen die nächsten Schritte des Marktes prägen.






