Bayern wird zum Wasserstoff-Speicherzentrum für Deutschlands Energiezukunft
Lotta SchneiderBayern wird zum Wasserstoff-Speicherzentrum für Deutschlands Energiezukunft
Süddeutschland könnte bald eine Schlüsselrolle für die Wasserstoffzukunft des Landes spielen. Eine neue Studie zeigt, dass die geologischen Formation in Bayern ein enormes Potenzial für die unterirdische Speicherung von Wasserstoff bieten. Besonders gut geeignet sind bestehende Erdgasspeicher im Alpenvorland, die sich für eine Umrüstung anbieten.
Die SpeicherCHeck-Studie liefert erstmals detaillierte Daten zur Wasserstoffspeicherkapazität in Süddeutschland. Demnach könnten bayerische Lagerstätten zwischen 12,6 und 25,2 Terawattstunden (TWh) Wasserstoff aufnehmen – ein Volumen, das einen beträchtlichen Teil des künftigen Speicherbedarfs Deutschlands decken würde.
Die bestehenden Erdgasspeicher werden vorerst weiterhin die Gasversorgung stabilisieren, bevor sie schrittweise auf Wasserstoff umgestellt werden. Die Umstellung erfolgt allmählich, wobei die Infrastruktur an den wichtigsten Standorten bereits vorhanden ist. Besonders vielversprechend sind die Porenspeicher im Alpenvorland, da sie bereits optimal ausgebaut sind.
Bayerns Wirtschaftsminister begrüßte die Erkenntnisse als strategischen Schritt. Die Ergebnisse könnten helfen, die Speicherstandorte zu diversifizieren und die Versorgungssicherheit für eine wasserstoffbasierte Wirtschaft zu stärken.
Die Studie unterstreicht das Potenzial Süddeutschlands, das nationale Wasserstoffspeichernetz auszubauen. Durch die Nachnutzung bestehender Gasspeicher ließe sich der Wandel beschleunigen, ohne die Energiesicherheit zu gefährden. Die Ergebnisse weisen einen klaren Weg für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Region.






